c't 2/2019
S. 114
Test
Apple Mac mini
Aufmacherbild

Kleiner Apfel mit mehr Kernen

Apple Mac mini mit Quad- und Hexa-Core-Prozessoren

Nach vier langen Jahren bekommt der Mac mini ein modernisiertes Innenleben. Mit vier oder sechs CPU-Kernen legt er ordentlich an Leistung zu. Per Thunderbolt 3 lässt er sich zu einem „Mac Pro mini“ aufrüsten – Ärgernisse bleiben trotzdem.

Äußerlich gleich und doch anders, so tritt der neue Mac mini des Modelljahrs 2018 auf. Am Gehäuseformat hat sich gegenüber der 2014er-Revision nichts verändert, es bleibt bei der geduckten, breiten Form. Inzwischen gibt es zwar wesentlich kompaktere Kleinstrechner wie Intels NUCs oder Zotacs ZBoxen, doch anders als der Mini lagern die ihr Netzteil aus und setzen Intels Mobilprozessoren ein. Apple hingegen greift zu stärkeren Desktop-PC-Chips

Anstelle des klassischen Mac-Silbers trägt der Mini nun das bei Apple derzeit angesagte Space Grey. Laut Hersteller besteht das Gehäuse aus recycletem Aluminium: Apple schmilzt die Spähne, die beim Fräsen der Unibody-Gehäuse abfallen, wieder ein und fertigt daraus das Mini-Chassis. Die Status-LED an der Front ist nach unten gerutscht, das kleine IR-Empfängerbullauge ist verschwunden.

Größere Veränderungen gibt es an der Rückseite zu entdecken. Der Kartenleser ist Geschichte und die Anzahl der USB-3.0-Buchsen halbiert sich auf zwei. Dafür gibt es nun vier Thunderbolt-3-Buchsen im USB-C-Format. Diese Multitalente übertragen nicht nur Daten mit bis zu 40 GBit/s an schnelle Thunderbolt-Peripheriegeräte wie externe RAID-Speicherboxen, sondern beherrschen auch USB 3.1 Gen 2 mit 10 GBit/s. Außerdem laufen auch DisplayPort-Daten über die Leitung. Spannt man auch die HDMI-2.0-Buchse mit ein, treibt der Mini entweder drei 4K-Displays oder zwei 4K-Displays und einen 5K-Monitor gleichzeitig bei ruckelfreien 60 Hz an.

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