c't 2/2019
S. 68
Test
Android-Smartphone
Aufmacherbild

Langlauf-Handy mit Sehschwäche

Samsung Galaxy A9 mit vier Kameras und 2x-Tele

Beim Fotografieren mit dem Handy bringt schon ein Zweifach-Tele einen echten Vorteil, da der „Turnschuh-Zoom“ nicht in jeder Situation möglich ist. Solche Tele-Sensoren waren bislang den teuren Smartphones vorbehalten – nun bringt Samsung das A9 für 500 Euro, und es hat direkt noch eine zusätzliche Weitwinkelkamera. Zudem wartet es mit einer ungewöhnlich langen Laufzeit auf.

Schon das Huawei Mate 20 sieht so aus, als hätte es vier Kameras, aber eines der vier runden Dinger in der Rückseite ist einfach nur der Blitz – erst beim Samsung Galaxy A9 bekommt man wirklich vier.

Die Hauptkamera nimmt Fotos mit 24 Megapixeln auf. Sie zeigen stimmige Farben und eine gute Schattenauflösung. Doch Details und feine Strukturen erscheinen verwaschen und kraftlos, Schrift und Linien verfälscht, als hätte ein Entrauschen- und Nachschärfealgorithmus über die Stränge geschlagen. Das Abschalten aller Automatiken und die Reduzierung der Auflösung auf 12 Megapixel ändern daran nichts. Unter nachlassendem Licht nimmt das Rauschen erträglich zu; bis hinab zu 5 Lux entstehen noch brauchbare Aufnahmen. Videos nimmt sie mit maximal 4K-Auflösung auf, dabei und auch bei Full HD allerdings nur mit 30 fps.

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