c't 2/2019
S. 60
Web-Tipps
Meme-Bot, Nachhaltigkeit, Leichte Sprache

Automatisch inspiriert

inspirobot.me

Meme-Generatoren finden sich im Internet an vielen Stellen. Damit entsteht ganz fix aus einem aussagekräftigen Foto und einem passenden Spruch das klassische Witzbild zum Weiterreichen im Web. Aber was, wenn die Inspiration fehlt? Dann hilft InspiroBot. Hier muss man nur auf den „Generate“-Knopf klicken und warten, bis ein mehr oder weniger hübsches Bild samt Textbotschaft erscheint.

Zum Glück spuckt InspiroBot nur englische Sprüche aus. Die klingen allein aufgrund der Sprache – man kennt das von Songtexten – fast immer irgendwie geistreich. Tatsächlich produziert der Bot kompletten Unsinn: „without heritages there can be no gambles“ zum Beispiel, oder „Find cake. Hype luck.“

Der „Mindfulness Mode“ bringt als Steigerung Videos. Sie setzen sich aus Fotos plus Texten zusammen, die im ruhigen Rhythmus vom jeweils nächsten Meme abgelöst werden. Eine Kunststimme liest die Sprüche vor, begleitet von Klangschalen-Gedöngel oder meditativem Trommeln. Echte Inspiration sollte man sich von dieser Webseite nicht erhoffen. Aber die automatisch generierten Sprüche sind so schräg, dass man beim Betrachten ganz schnell den Kopf frei bekommt für neue, eigene Ideen. (dwi@ct.de)

Dem Konsum einen Korb geben

www.nachhaltiger-warenkorb.de

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wird seit 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Mit dem Nachhaltigen Warenkorb will der Rat Möglichkeiten für umweltbewussten Konsum aufzeigen. Das Portal informiert zu Lebensmitteln, Mobilität, Wohnen, Haushalt, Elektronik, Mode und Kosmetik. Außerdem kann man sich über unabhängige Bewertungen, Siegel und Produktkennzeichnungen informieren.

Ist Naturkosmetik gesünder als konventionelle Kosmetik? Wie nachhaltig ist der Bio-Apfel aus Übersee? Fragen wie diese werden hier ausführlich beantwortet. Außerdem kann man Broschüren, Postkarten und Material für ein Brettspiel namens „Fleisch oder Fahrrad“ herunterladen, das mit Fragen und Antworten insbesondere Jugendliche für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren soll. (dwi@ct.de)

Nimms leicht

leichte-sprache.de

https://hurraki.de

languagetool.org/de/leichte-sprache

nachrichtenleicht.de

brandeins.de/zugabe/rubriken/leichte-sprache

Texte sind häufig kompliziert. Dann fällt es manchen Menschen schwer, den Inhalt zu verstehen. „Leichte Sprache“ soll helfen, auch komplizierte Sachverhalte für jedermann zugänglich zu machen. Das Netzwerk Leichte Sprache nennt die Grundregeln: kurze Sätze, keine Fremdwörter und konsequent Genitiv, Passiv, Konjunktiv vermeiden. Hurraki, ein Wörterbuch für leichte Sprache im Stil eines Wikis, hilft Einsteigern bei der Wortwahl. Ob ein Text verständlich formuliert ist, kann man auf der Website LanguageTool checken lassen. Der Hersteller der gleichnamigen Software für Grammatik- und Rechtschreibprüfung bietet eine kostenlose Überprüfung an, bei der zu lange Wörter, zu komplizierte Sätze und Verben im Passiv farbig markiert werden. Einen offiziellen Standard der leichten Sprache gibt es allerdings noch nicht.

Da es bei der leichten Sprache insbesondere um gesellschaftliche Teilhabe geht, bieten etliche TV- und Radiosender auf ihren Webseiten auch einfach formulierte Nachrichten – nachrichtenleicht beispielsweise ist der Wochenrückblick des Deutschlandfunks in leichter Sprache. Und die Kollegen vom Wirtschaftsmagazin brand eins erzählen in jeder Ausgabe Texte in leichter Sprache nach, mal einen Romanausschnitt und mal Passagen aus einer Abfallbehälterbenutzungsverordnung. Das ebenso verblüffende wie amüsante Ergebnis findet sich online in der Rubrik Zugabe auf der Website des Magazins. (dwi@ct.de)

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