c't 2/2019
S. 56
News
Magnetsinn, Stromspeicher, Phasenwechselspeicher, One-Time-Programme

Elektronische Haut als Kompass

Mit einer hauchdünnen Folie wollen Dresdner Forscher das Magnetfeld der Erde für den Menschen erkennbar machen.

Der hauchdünne Folienstreifen auf dem Mittelfinger ermittelt seine Position zum Erdmagnetfeld und kann eingesetzt werden, um eine Spielfigur zu steuern. Bild: HZDR / Cañón Bermúdez

Auf einer nur wenige Tausendstel Millimeter dünnen Polymerfolie haben Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) einen elektronischen Magnetsensor untergebracht. Damit entwickelten sie einen flexiblen und biegsamen Sensor für das Erdmagnetfeld, der einfach auf die Haut geklebt wie ein Kompass Orientierung geben kann.

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Achtfache Akku-Kapazität

Flourid-Ionen-Akkus versprechen eine achtmal so große Energiekapazität wie Lithium-Ionen-Technik.

Eine bis zu achtfache Energiekapazität gegenüber den weit verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus ist bereits mit Akkus auf Basis von Flourid-Ionen verwirklicht worden. Allerdings hat diese Technik bislang einen wesentlichen Nachteil: Für die F-Ionen waren bisher lediglich Feststoff-Elektrolyten bekannt, die erst ab 150 Grad Celsius genügend Strom abgeben.

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Viel schneller als Flashspeicher

Viel schneller als Flashspeicher ändern Phasenwechselspeicher einer Legierung aus Germanium, Antimon und Tellur den Aggregatzustand einzelner Bits zwischen flüssig, glasartig und kristallin. Zudem erwies sich dieses Medium in Versuchen als langlebiger als die heutige Speichertechnik.

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Software zerstört sich selbst

Im Hybridcomputer wird klassischer Programmcode in photonische Qubits umgesetzt: eine Photonenquelle am Institut für Quantenoptik. Bild: ÖAW, Klaus Pichler

In Wien haben Forscher erstmals Computerprogramme realisiert, die nur einmal ausgeführt werden können und sich anschließend selbst zerstören. Zu diesem Zweck verschlüsselt die Forschungsgruppe am Institut für Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation ihre klassisch kodierte Software quantenmechanisch und setzt sie als Qubits in Form einzelner Photonen um. Das Programm wird durch Glasfaserleitungen übertragen und ist dazu gedacht, beim Empfänger sensible Daten zu verarbeiten. Der konkrete Programmcode bleibt dem Empfänger verborgen.

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