c't 3/2019
S. 162
Know-how
Apps für F-Droid
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Bild: Rudolf A. Blaha

F-Droid für Entwickler

Wie Entwickler ihre Apps in den F-Droid-Store bekommen

Sie haben eine App erstellt und möchten diese nun bei F-Droid unterbringen? Einiges läuft dabei anders als im Play Store von Google.

Google zeichnet Entwicklern für Android den Weg in seinen Play Store wie ein löffelfertiges Rezept auf. Viel falsch machen kann man da eigentlich nicht. Man muss einige Hürden bürokratischer Natur nehmen und einige technische Vorgaben erfüllen – fertig. Ohne Marketing-Aufwand geht die eigene App im Google Play Store aber vielfach im Rauschen der 2,5 Millionen anderer Apps unter. Bei F-Droid ist die eigene App bei derzeit 2900 anderen im Katalog schon deutlich sichtbarer.

Der alternative App Store F-Droid will nur privatsphärenfreundliche Apps ohne bösartige Tracker oder Malware in seinem Katalog haben. Daher haben die F-Droid-Macher ein rigides Prüfprozedere für jede App entwickelt, bei dem sich Entwickler sehr tief in die Karten blicken lassen müssen. Ohne Quelltext gibts keine Zulassung, bei F-Droid ist ausschließlich freie und Open-Source-Software zu finden. Geld verdient man durch freiwillige Zuwendungen von App-Benutzern.

Die Apps generiert F-Droid aus dem eingereichten und geprüften Quelltext selbst. Man reicht also keine fertige App ein, sondern macht zunächst einen sogenannten „Request for Packaging“. Bevor man das tut, prüfe man tunlichst, ob nicht schon jemand auf anderen Wegen Kenntnis von der App bekommen und sie enthusiasmiert selbst vorgeschlagen hat. Denn das ist ebenfalls möglich und es ist gar nicht mal so selten, dass sich Fans einer App die Mühe machen, die Formalitäten beim Einreichen der App selbst zu erledigen – immer vorausgesetzt, der Entwickler stellt den Quelltext dafür bereit.

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