c't 3/2019
S. 126
Praxis
Beamer installieren

Smart gemacht

Tipps für die Beamer-Installation

Projektoren haben weder Apps noch Tuner und als Lautsprecher allenfalls kleine Quäker. Wir liefern Tipps, wie Sie Ihren Beamer mit Videoinhalten versorgen und zum guten Ton verhelfen.

Projektoren fürs Heimkino haben anders als Smart-TVs keinen direkten Zugriff auf Streaming-Dienste per App, TV-Signale oder Konserven aus der Mediathek. Sie geben nur Inhalte wieder, die man über HDMI oder andere Videoports einspeist. Den Ton können viele Beamer zwar selbst ausgeben, doch besser leitet man ihn an externe Lautsprechern weiter – die in den Projektoren eingebauten Quäker taugen nicht für Kinoabende.

Die rückkanalfähige HDMI-Buchse für den Audio-Return-Channel (ARC) ist meist extra gekennzeichnet.

Die einfachste Möglichkeit, Bilder zum Beamer zu bekommen und dabei den Ton auszukoppeln, ist der Anschluss des Projektors an einen AV-Receiver. Voraussetzung: Projektor und Receiver besitzen einen HDMI-Port mit Audio-Return-Channel (HDMI-ARC); meist ist das an der HDMI-Buchse vermerkt. Receiver mit mehreren HDMI-Eingängen für TV-Tuner, Spielkonsole, Blu-ray-Player und so weiter, einem HDMI-Ausgang für den Beamer sowie Audio-Ausgängen zum Soundsystem gibt es bereits ab 250 Euro, etwas bessere Geräte kosten 350 Euro, gebrauchte bekommt man schon für 100 Euro.

Vorteil dieser Lösung: Sie garantiert den besten Ton und unterstützt auch spezielle Audioformate wie Dolby Atmos. Ihr Nachteil: Steht der Receiver weiter vom Beamer entfernt, muss man ein sperriges HDMI-Kabel im Zimmer verlegen. Es gibt 15 Meter lange HDMI-Highspeed-Kabel bereits für 15 Euro. Mit der Entfernung und der übertragenen Auflösung steigen jedoch die Ansprüche an die Kabelqualität, die Anschlüsse und insbesondere an die Abschirmung – bei 4K-Signalen über größere Entfernungen lohnt es sich deshalb, etwas mehr fürs Kabel auszugeben. Im besseren Fall wird in der Beschreibung des Kabels HDMI 2.0 oder 4K@60 Hz erwähnt. Deutlich dünner und flexibler sind HDMI-Glasfaserkabel – allerdings auch deutlich teurer.

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