c't 3/2019
S. 128
Test
4K-Projektoren

Klare Kante

Beamer: 4K, Pseudo-4K und Full HD im Vergleich

Pseudo-4K-Beamer gibt es schon für unter 1000 Euro. Echte 4K-Geräte kosten ein Mehrfaches, Full-HD-Modelle nur einen Bruchteil. Wie groß ist der Unterschied bei Schärfe und Bildqualität wirklich?

Mit dem PX747-4K von Viewsonic tritt ein 4K-Projektor an, der weniger als 1000 Euro kosten soll. Bislang musste man mindestens 1500 Euro hinblättern, um ultrahochaufgelöste Inhalte in voller Pracht auf der heimischen Leinwand zu sehen. Der niedrige Preis zumal für ein HDR-fähiges Gerät machte uns neugierig: Wir wollten wissen, was man dafür tatsächlich bekommt.

Video: Nachgehakt

Beim Viewsonic-Gerät handelt es sich um einen DLP-Projektor, der die ultrahohe Auflösung zwar auf die Leinwand beamt, dessen Projektionsdisplay aber nur Full-HD-Auflösung besitzt. Er nutzt die XPR-Technik von Texas Instruments, um mit seinen 1920 × 1080 Spiegelchen in schneller Folge vier Teilbilder eines 4K-Signals leicht versetzt durchs Objektiv auf die Leinwand zu werfen und dort auf diese Weise die 8,3 Millionen Bildpunkte zu erzeugen.

Hier drängen sich gleich mehrere Fragen auf: Sieht man Nachteile des Pseudo-4K, lohnt sich die Mehrausgabe gegenüber einem vergleichbaren Full-HD-Gerät und wie stark bleibt die Bildqualität hinter einem echten 4K-Beamer zurück? In einem weiteren Artikel ab Seite 126 gehen wir der Frage nach, wie man Projektoren am einfachsten im Wohnzimmer nutzt: Da Projektoren anders als Fernsehgeräte nicht smart sind, geben wir praktische Tipps, wie sich die „dummen“ Beamer mit TV- und Streaming-Signalen versorgen lassen. Außerdem wichtig: Wie bekommt man den zugehörigen Ton aus den Lichtwerfern – die eingebauten Lautsprecherchen der allermeisten Projektoren taugen allenfalls für Wiedergabe kurzer Videoclips, aber nicht für entspannte Videoabende.

Von Full HD bis 4K

Den Pseudo-4K-Beamer haben wir mit einem ähnlich ausgestatteten Full-HD-Beamer und einem echten 4K-Beamer verglichen. Beim Full-HD-Gerät handelte es sich um den in c’t 18/2018 getesteten Projektor DH550 von BenQ für 570 Euro, der wie Viewsonic auf einen DMD-Chip (Digital Mirror Device) mit DLP-Technik (Digital Light Projection) setzt: Kleine Spiegelchen auf dem Chip reflektieren das Licht der Projektionslampe durchs Objektiv zur Leinwand. Zwischen Lampe und Objektiv sitzt ein schnell drehendes Farbrad mit drei farbigen Segmenten: Immer wenn das Farbsignal für Rot projiziert wird, steht ein rotes Segment im Lichtweg, für Grün ein grünes Segment und für Blau das blaue. Beide DLP-Beamer besitzen zusätzlich ein transparentes „W“-Segment (RGBW), durch das weißes Lampenlicht ungefiltert auf die Leinwand gelangt; sie erzielen dadurch besonders helle Bilder.

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