c't 4/2019
S. 98
Marktübersicht
Mobilfunk-Tarife
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Bild: Albert Hulm

Befreiungsschlag fürs Smartphone

Mobilfunktarife: Flatrates oder Volumentarife?

Im Mobilfunk gibt es seit einiger Zeit echte Flatrates – die lohnen sich für ausgesprochene Vielnutzer. Viel günstiger sind Tarife mit satt bemessenem Inklusivvolumen. Im Kleingedruckten lauern jedoch einige Überraschungen.

Viele Jahre lang weigerten sich die deutschen Mobilfunkbetreiber, echte Flatrates anzubieten. Das, so die Befürchtung, führe zu einer dauerhaften Überlastung des Netzes. Anderswo in Europa gibt es Flatrates schon lange. Im Mai 2018 war es dann auch in Deutschland soweit: Die Telekom machte ein erstes Flatrate-Angebot. Vodafone und O2 zogen nach. Das Netz ist dadurch nicht zusammengebrochen.

Für den Kunden wird die Wahl mit der neuen Tarifklasse nicht einfacher. Die echten Flatrates sind mit 65 bis 100 Euro pro Monat sehr teuer. Wer mit 10 Gigabyte hinkommt, bezahlt dafür beim günstigsten Anbieter WinSIM 22,99 Euro im Monat – bei kurzer Kündigungsfrist. Wir haben aktuelle Tarife der Netzbetreiber und der wichtigsten Service-Provider mit einem monatlichen Datenvolumen ab 10 Gigabyte verglichen, die Tabelle finden Sie auf Seite 102. Alle genannten Angebote mit einer Ausnahme sind online buchbar: Das Flatrate-Angebot von Vodafone gibt es nur bei telefonischer Bestellung oder im Shop. In dieser Preisklasse ist in fast jedem Fall eine Allnet-Flat enthalten, also eine Telefonie-Flatrate zu allen deutschen Anschlüssen im Mobilfunk und Festnetz.

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