c't 4/2019
S. 25
News
Server & Storage

Server mit 16 KI-Beschleunigern

In den Server-Einschub PNY PNYSRA2P passen 16 KI-Inferencing-Karten von Nvidia. Bild: PNY

Der Rackserver PNYSRA2P von PNY bringt auf nur zwei Höheneinheiten (2 HE = 8,9 cm) 16 PCIe-Karten vom Typ Nvidia Tesla T4 unter. Sie sind vor allem für das Inferencing gedacht, also zur Anwendung von KI-Algorithmen etwa auf Videos oder Fotos.

Vier Montagekäfige für je vier T4- oder auch ältere P4-Karten hängen über PCIe-Switches an zwei Intel Xeon-SP. Zusätzlich lassen sich zwei weitere PCIe-Karten einbauen, etwa schnelle Netzwerkadapter. Auf dem Mainboard sitzt der 10-Gigabit-Ethernet-Chip Intel X550 mit zwei Ports. Fassungen für 24 Speichermodule ermöglichen bis zu 3 TByte Arbeitsspeicher mit teuren Xeons; die einfacheren Versionen binden maximal 1,5 TByte an. In acht Hotswap-Wechselrahmen lassen sich 2,5-Zoll-SATA-SSDs oder Festplatten einbauen. Ein redundantes Netzteil liefert bis zu 2200 Watt. Preis und Liefertermin des PNYSRA2P nennt PNY bisher nicht. (ciw@ct.de)

Festplattenstatistik

Der amerikanische Cloud-Dienstleister Backblaze veröffentlicht regelmäßig Statistiken über Ausfallraten von Festplatten. Ende 2018 liefen die von Backblaze genutzten Platten erneut zuverlässiger: Über alle eingesetzten Festplatten sank die Ausfallrate von 1,83 Prozent 2017 auf nunmehr nur noch 1,25 Prozent.

Backblaze hat mehr als 100.000 Festplatten im Einsatz. Während das Unternehmen in der Anfangszeit aus Kostengründen häufig billige Desktop-Laufwerke kaufte, sind es bei Neuanschaffungen seit einiger Zeit für den Dauerbetrieb ausgelegte Server-Festplatten. Backblaze musterte laut Blogeintrag (siehe ct.de/ye6n) rund 13.000 Festplatten mit 4 TByte oder weniger aus und kaufte etwa die gleiche Anzahl von Laufwerken mit 10 TByte und mehr. Die Gesamtkapazität stieg damit von 500 und rund 750 PByte, die durchschnittliche Laufwerksgröße von 4,5 auf 7,7 TByte.

Bei Modellen mit 8 TByte oder mehr hat Backblaze nun nur noch eine Desktop-Festplatte im Einsatz, die Seagate ST8000NM0055. Auch diese schlägt sich mit einer Ausfallrate von weniger als ein Prozent pro Jahr gut. Knapp höher liegt die der Seagate Exos X12, nur die Toshiba-Laufwerke MG07ACA114TA liegen mit einer Ausfallrate von mehr als 3 Prozent darüber – da diese jedoch erst seit sehr kurzer Zeit im Einsatz sind, erwartet Backblaze noch eine Verringerung. Tatsächlich liegt die Ausfallrate eines technischen Gerätes in der ersten Zeit immer höher als während der weiteren Betriebszeit; dies liegt meistens an Fehlern im Herstellungsprozess, die nach kurzer Zeit zum Tragen kommen. Besonders zuverlässig sind die Server-Laufwerke Seagate Enterprise Capacity (10 TByte) und HGST Ultrastar HE12. (ll@ct.de)

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