c't 4/2019
S. 19
News
Windows und SQL Server 2008

Support-Ende von Windows Server 2008

Windows Server 2008R2 war der letzte mit klassischer Optik. Administratoren müssen sich bald umgewöhnen.

Am 14. Januar 2020 endet der erweiterte Support für die Windows-Server-Ausgaben 2008 und 2008 R2. Bereits am 9. Juli 2019 verteilt Microsoft die letzten Patches für die Datenbankserver SQL Server 2008 und 2008 R2. Die R2-Ausgaben werden von Microsoft nicht als eigenständiges Produkt behandelt und haben den gleichen Supportzeitraum. Das Ende des erweiterten Supports bedeutet die Einstellung der kostenlosen Sicherheitsupdates.

Für Unternehmenskunden, die bisher noch keine fertigen Umstiegskonzepte auf die aktuellen Server- und Datenbank-Produkte haben, hat Microsoft ein Angebot vorgestellt, das die Kunden ganz nebenbei von der Microsoft-Cloud Azure überzeugen soll: Wer seine Server in eine virtuelle Maschine verpackt und aus dem eigenen Rechenzentrum zu Azure umzieht, kann seine bestehenden Lizenzen und Server 2008 dort weiter verwenden und bekommt kostenlos drei Jahre zusätzliche Sicherheitsupdates. Im Jahr 2023 kommt man dann aber um einen Umstieg zu einem aktuellen Server-Produkt wie 2019 nicht mehr herum.

Wer noch nicht auf die alten Produkte verzichten kann und auch das Cloud-Migrations-Update dankend ablehnt, kann den zusätzlichen Support auch für seine lokalen Installationen einkaufen, sofern er Software-Assurance-Kunde ist. Dafür sollte man aber gute Gründe haben – zum Beispiel Anwendungen, die mit einem neueren Server nicht laufen wollen. Pro Jahr verlangt Microsoft 75% der vollen Lizenzkosten für die aktuelle Ausgabe von Windows Server oder SQL Server.

Nutzer von Windows Server 2012 (und R2) sollten jetzt schon den 10. Oktober 2023 rot im Kalender anstreichen. Der SQL Server 2012 ist schon am 12. Juli 2022 endgültig am Ende seiner Karriere. (jam@ct.de)

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