c't 5/2019
S. 92
Test
Notensatz-Software

Hörbare Zeichen

Gratis-Notensatzsoftware importiert PDF-Noten

Statt mit Bleistift und liniertem Papier schreibt man Noten mit einem leistungsstarken Gratis-Programm: MuseScore bietet dem Musiker einen großen Funktionsumfang – einschließlich PDF-Import und Positionsautomatik.

Nach vier Jahren Entwicklung traf am Heiligen Abend 2018 endlich die Nachricht ein, dass eine neue Ausgabe des freien Notensatzprogramms MuseScore auf dem digitalen Gabentisch der Fan-Gemeinde liegt. Die Version 3 bringt ein lang erwartetes Killerfeature mit: Musikalische Zeichen erscheinen nun kollisionsfrei auf dem virtuellen Notenpapier (Autoplacement); dabei folgten die Entwickler möglichst dicht den Regeln des historischen, professionellen Notenstichs. Mit dieser Funktion war die größte Hürde überwunden, um MuseScore in die Oberklasse der Notensetzer einzuordnen.

Seinen Bildschirm teilt MuseScore im Wesentlichen in fünf Bereiche ein. Im Zentrum steht das Notenbild, eingerahmt von Palettenverzeichnis oder Zeichenfilter (links) und dem „Inspektor“ (rechts). Letzterer enthält wechselnde Eigenschaften-Kataloge, je nach angeklickter Noten-, Text-, Zeilen- und System-Objekte. Den Kopf des Bildschirms füllen mehrere der üblichen Menüzeilen aus, deren unterste die elementaren Notenzeichen zum direkten Anklicken enthält, also unter anderem Noten, Notenwerte, Pausen und Vorzeichen. Der untere Rand des Bildschirms kann mit nützlichen Helferlein belegt werden, zum Beispiel dem Navigator, einer Bildschirm-Klaviatur, der neuen Zeitleiste oder dem Werkzeug zum Partiturvergleich.

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