c't 5/2019
S. 70
Test
Highend-Grafikkarte
Aufmacherbild

Mit (fast) allen Registern

Spielergrafikkarte Radeon VII mit 16 GByte HBM2

AMD zündet für die High-End-Grafikkarte Radeon VII ein kleines Technikfeuerwerk, um die alternde GCN-Architektur fit für die nächste Runde zu machen.

Mit der rund 730 Euro teuren Radeon VII will AMD wieder in der von Nvidia dominierten Highend-Klasse mitmischen. Der Hersteller zielt damit auf die GeForce RTX 2080 als Gegner. AMD verspricht dreistellige Bildraten in vielen aktuellen Spieletiteln in WQHD-Auflösung und meist auch noch flüssige Darstellung in Ultra HD. Doch die Radeon VII kann noch mehr – zum Beispiel ihre Rechenkraft von 13,8 Billionen Rechenschritten pro Sekunde als OpenCL-Rechenbeschleuniger zur Verfügung stellen. Manche Videobearbeitungsprogramme wie Adobe Premiere nehmen diese Leistung gern mit. Auch beim Grafikspeicher protzt AMD und stattet die Radeon VII mit 16 GByte des rasend schnellen High Bandwidth Memory 2 (HBM2) aus.

Die Vega-20-GPU ist das Herzstück der Radeon VII und der erste Grafikchip mit 7 nm feinen Strukturen. Das ermöglicht mehr Schaltkreise, höhere Taktraten oder niedrigere Leistungsaufnahme. Für die Radeon VII hat AMD sich entschieden, den Fokus auf eine Verkleinerung und hohe Taktraten zu legen. Mit bis zu 1800 MHz Spitze und 1750 MHz längerfristigem Boost liegt die Radeon VII trotz Luftkühlung deutlich vor der RX Vega 64.

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