c't 5/2019
S. 60
News
IT in Afrika
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Bild: Sunday Alamba/dpa

Afrikas Start-up-Träume

Nigerias IT-Pläne landen in der harten Realität

Mit Blick auf die Wahlen in Nigeria hoffen IT-Investoren auf eine glorreiche Cyber-Zukunft. Doch die realen Probleme holen sie ein.

Nigeria hat sich in der virtuellen Welt bislang vor allem durch die sogenannte „Nigeria Connection“ einen Namen gemacht. Per Mail wurden Menschen in Deutschland und Europa überraschende Erbschaften von erheblicher Höhe in Aussicht gestellt. Für deren Empfang seien allerdings Vorabzahlungen von mehreren tausend Euro fällig. Mal für angebliche Anwalts- und Ausfuhrgebühren, mal zur aufwendigen chemischen Reinigung stark verschmutzter Geldscheine. Naiven Zeitgenossen wurden so Millionen aus der Tasche gezogen, während sich die versprochenen Reichtümer in Luft auflösten.

Das soll nun Vergangenheit sein. Heute verweist Westafrikas Regionalmacht stolz auf eine eigene, kleine legale IT-Hochburg namens „Yabacon Valley“. Im Stadtviertel Yaba der Metropole Lagos residieren viele neu entstandene Unternehmen der noch jungen Tech-Szene.

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