c't 5/2019
S. 26
News
Netze

PoE+-Switches für zu Hause, Firmen und Fahrzeuge

Die neuen Gigabit-Switches von Zyxel mit fünf beziehungsweise acht Ports eignen sich für Heimnutzer oder kleine Unternehmen, die beispielsweise Access Points oder VOIP-Telefone mit Strom versorgen wollen.

Nur 60 Euro verlangt Zyxel für seinen PoE-Switch GS1005HP mit fünf Gigabit-Ports; vier davon versorgen Netzwerkgeräte mit Energie (PoE+ mit max. 30 Watt, IEEE 802.3at). Die größere Variante GS1008HP mit acht Gigabit-PoE+-Ports kostet 90 Euro. Beide Switches sind nicht konfigurierbar (unmanaged) und liefern insgesamt maximal 60 Watt. So genügen die GS-Geräte für kleine Netze.

D-Link bietet seine Layer-3-Switch-Serie DGS-3130 für mittlere und große Unternehmen an: Das kleinste Modell mit 24 Gigabit-Ethernet-Ports kostet rund 620 Euro, als PoE-Variante mit 370-Watt-Budget werden rund 930 Euro fällig. Wer mehr Anschlüsse benötigt, muss 1050 Euro beziehungsweise 1520 Euro mit PoE für das 48-Port-Modell einplanen. Für schnelle Uplinks bringen die Switches zwei 10GBase-T-Ports (RJ45) und vier SFP+-Slots mit. Außerdem gehören zwei Glasfaser-Verteiler mit 24 und 48 SFP-Ports zur Serie. Zum Funktionsumfang zählt laut D-Link alles, was der Administrator von professionellen Switches erwartet, beispielsweise Stacking von maximal neun Geräten, VLAN-Routing, Spanning Tree und Bedienung per Kommandozeile oder SNMP.

Robust in der Bahn: Der TI-TPG80 von Trendnet taugt für Schienenfahrzeuge (EN 50155).

Trendnets Railway Switches sollen besonders robust sein: Der TI-TPG80 ist ein Gigabit-Ethernet-Switch mit acht PoE+-Ports. Statt der üblichen RJ45-Raststecker nutzt der Switch M12-Schraubverbinder. Sie sollen besonders für industrielle Umgebungen mit hoher Feuchtigkeits- und Staubbelastung geeignet sein. Das Gerät erfüllt laut Hersteller die Norm EN 50155, die elektronische Geräte für den Betrieb auf Schienenfahrzeugen zertifiziert. Der Switch arbeitet mit 24 bis 56 Volt. Am unteren Limit beträgt das PoE-Budget 100 Watt, bei 48 Volt sind es 200 Watt. Der TI-TPG80 kann Strom aus zwei unterschiedlichen Quellen beziehen. Außerdem hat er ein integriertes Relais (24 V / 1 A), das umschaltet, sobald der Strom an einer der beiden Quellen ausfällt. Der Switch kostet in den USA rund 740 Dollar. (amo@ct.de)

4,8 GBit/s und IoT fürs Firmen-WLAN

ExtremeMobility-Access-Points sollen dank Wi-Fi 6 auch Dinge des Internet of Things per WLAN ins Firmenetz holen.

Ab April will Extreme Networks seine ExtremeMobility-500-Access-Points ausliefern: Sie funken über vier Antennen nach einem Entwurf für IEEE 802.11ax (Wi-Fi 6). So erreichen sie laut vorläufigem Datenblatt im 5-GHz-Band einen Summendurchsatz von bis zu 4,8 GBit/s brutto. Dafür müssen mehrere Clients parallel funken, die den Betrieb über einen 160-MHz-Kanal und Multi-User-MIMO beherrschen. Im 2,4-GHz-Band kommen die APs auf maximal 1,15 GBit/s brutto. Außerdem ist ein IoT-Funkmodul an Bord, das wahlweise Bluetooth 4.1 (BLE) oder LR-WPAN spricht (IEEE 802.15.4).

Die per Cloud steuerbaren APs beherrschen laut Hersteller alle bei Firmen-WLANs nötigen Funktionen inklusive der aktuellen WPA3-Verschlüsselung. Ausgerechnet drei wichtige 11ax-Erweiterungen (OFDMA, TWT und BSS Colouring/Spatial Re-use) sind im Datenblatt zum AP505i aber noch als kommende Funktion (Future) verzeichnet. Anfragen dazu und zur Verfügbarkeit hierzulande blieben bis Redaktionsschluss unbeantwortet. (ea@ct.de)

Access-Point mit IoT-Option

Lancom Systems erweitert seinen 2015 eingeführten Access-Point LN-830acn: Über den USB-Port kann man am neuen LN-830U einen Adapter für ZigBee, Bluetooth Low Energy oder andere bei Smart Home und IoT gebräuchliche Funksysteme betreiben. So soll der LN-830U eine langzeitstabilere Investition darstellen als APs mit integriertem IoT-Funkmodul.

Die sonstigen Daten der WLAN-Basis entsprechen denen des Vorgängers: simultaner Dualband-Betrieb mit zwei MIMO-Streams (Wi-Fi 4: IEEE 802.11n-300, Wi-Fi 5: 11ac-867), WPA2- und WPA3-Verschlüsselung (Personal/PSK und Enterprise/IEEE 802.1x), optionale Energieversorgung übers LAN-Kabel (IEEE 802.3af), optionale Steuerung über Lancom-Cloud (LMC). Der LN-830U ist ab sofort für 653 Euro erhältlich. (ea@ct.de)

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