c't 7/2019
S. 104
Test
A3-Flachbettscanner
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Wenn A4 nicht reicht

A3-Flachbettscanner für Bücher und Pläne

A3-Flachbettscanner ab 220 Euro können deutlich besser mit großformatigen Vorlagen umgehen als A4-Modelle. Doch nicht jedes A3-Gerät liefert auch gute Scans von Büchern.

Viele Scanvorlagen ragen über das DIN-A4-Maß der meisten Flachbett- und Einzugscanner von Heim- und Büro-Multifunktionsgeräten hinaus: Bei großformatigen Büchern, Zeitschriften, Plänen oder Fotos wünscht man sich Digitalisierer mit mehr Scanfläche. A3-Flachbettscanner gibt es für verschiedene Einsatzgebiete und zu höchst unterschiedlichen Preisen.

Für unseren Test haben wir fünf A3-Großformatscanner für 220 bis 1600 Euro ins Labor geholt: die Geräte FB5000 und FB6280E von Avision, den Epson WorkForce DS-50000 sowie die Plustek-Modelle OpticSlim 1180 und OpticPro A320L. Die günstigeren A3-Scanner Avision FB5000 und Plustek OpticSlim 1180 nutzen CIS-Scanzeilen, wie sie auch in den Scannern von Multifunktionsgeräten üblich sind, die drei anderen Testgeräte scannen mit CCD-Sensoren.

CIS oder CCD?

CIS-Scanner (Contact Image Sensor) arbeiten mit CMOS-Fotosensoren, die eine integrierte Optik in Form einer Mikrolinse auf jedem Sensor besitzen. Diese platzsparende Bauweise ist in der Fertigung günstig und ermöglicht besonders flache Scanner. Wegen der geringen Bauhöhe und -kosten kommen CIS-Scanner in kompakten Multifunktionsgeräten zum Einsatz. Die CIS-Geräte sind damit nicht nur die günstigsten, sondern auch die leichtesten und flachsten Scanner im Test.

Der Sensorname nennt schon den größten Nachteil dieser Scannertechnik: CIS-Scanner haben so gut wie keine Tiefenschärfe, die Vorlagen müssen direkten Kontakt zum Scannerglas haben. Gerade bei großflächigen Vorlagen kann der geringe Schärfebereich zum Problem werden: Schon wenige Millimeter Abstand – etwa durch einen Knick in der abzuscannenden Landkarte – führte im Test zu unscharfen Scans.

CCD-Scanner (Charge-Coupled Devices) haben eine von der Sensorzeile getrennte Optik. Dadurch braucht der Scanschlitten mehr Raum und ist deutlich schwerer: CCD-Geräte sind daher höher und benötigen mehr Energie, um den Sensor in der gewünschten Geschwindigkeit über die Scanfläche zu führen. Je nach Qualität der Optik erklärt die aufwendigere Scanzeile auch den höheren Preis.

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Die in Epson Scan integrierte Buchrückenkorrektur stellt die automatisch gewählten Parameter in einer eigenen Vorschau dar, in der man per Maus nachjustieren kann.