c't 7/2019
S. 10
Leserforum

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Leicht zu fälschen

Amazon verkauft manipulierte Intel Core i5-9600K, c’t 6/2019, S. 28

Eine CPU-Aufschrift zu fälschen wie in c’t 6/2019 beschrieben ist ziemlich einfach, meinen unsere Leser.

Ich glaube, dass der Aufwand keinen Umfang „im großen Stil benötigt“, um sich zu lohnen, wie es im Artikel steht. Ich behaupte mal kühn, dass jemand, der einen Bandschleifer zu Hause hat, die Originalbeschriftung „sorgfältig“ abschleifen kann.

Den neuen Aufkleber mit Aufschrift macht der Schneidplotter von meinem Bekannten. Deswegen schätze ich den Aufwand, bei vorhandenem Werkzeug, geringer ein und glaube hier mal entgegen meiner Gewohnheit eher dem Großkonzern.

The Real Shogun F

Recht auf Anonymität

Editorial: Freiheit und Demokratie, c’t 6/2019, S. 3

Den im Editorial gemachten Aussagen kann ich nur entschieden zustimmen. Als ich im Jahr 1999 an einer stadtbekannten Nazikneipe etwas Kriminelles beobachtet hatte, rief ich einen Bekannten an, der als Polizist in der Fahndung arbeitete, und fragte ihn, wie ich diese Information weitergeben könne. Er riet mir dazu, die Information auf neutrales Papier gedruckt in einem nicht handschriftlich adressierten Brief anonym an die Dienststelle X zu senden. Auf meine Nachfrage, ob dies nicht ein wenig paranoid anmute, antwortete er: Nein, denn a) gibt es im Verfassungsschutz auch rechts bis rechtsextrem eingestellte Kollegen, von denen ich nicht wolle, dass sie mich kennen. Und b) könnten solche Informationen in einem Prozess benutzt werden und dann müssten die zeugenschaftlichen Daten auch offengelegt werden. Ich habe es dann so gemacht wie von ihm vorgeschlagen.

Natürlich haben wir ein Recht auf Anonymität, jeder von uns, wenn ich beispielsweise im Darknet legale Pornografie sehen will oder politisch extreme Ansichten lesen will, ohne dass dies geloggt wird, so ist es mein gutes Recht. Nirgendwo im Grundgesetz steht: Der Mensch muss gläsern sein.

Ruth Stelz B

Freiheit kaputt

Kriminelle machen unsere Freiheit kaputt; die Gesetzgebung reagiert nur darauf, mal schlecht, mal gut. Klar ist aber, wer Freiheiten missbraucht, riskiert die Freiheit der anderen. Das ist beim All-you-can-eat-Buffet genauso richtig wie bei Fußballspielen oder bei Demos mit militanten Idioten.

PilotMS F

Alte Filme remastern

Die nächste TV-Generation: HDR, 8K und ausgefeilte Sprachsteuerung, c’t 6/2019, S. 36

Ich finde 4K/8K technisch extrem beeindruckend – soweit bin ich durchaus begeistert über den Fortschritt. Allerdings würde ich mir wünschen, die „Content-Mafia“ käme auch mal hinterher, den vorhandenen Inhalt wenigstens für 4K aufzubereiten – also technisch zu remastern, inhaltlich darf es gern das Original bleiben. Und man sollte genauso erwarten dürfen, dass das Ganze angemessen bereitgestellt wird. Dann wäre auch mein Verständnis für das ständige Jammern der „Content-Mafia“ viel eher vorhanden.

Aber so ist mein Verlangen nach noch mehr Auflösung derzeit genauso gering wie das Mitleid für die Inhalteanbieter.

M76 F

Per Rechnung

Erst ein Einbruch, dann folgt Ärger mit Roaming-Gebühren, c’t 6/2019, S. 56

Die frechen Griffe von manchen Groß- und Kleinunternehmen in mein Portemonnaie habe ich schon lange abgestellt. Das geht ganz einfach: Bei Abschluss eines Vertrags, der regelmäßige Zahlungen zur Folge hat, bestehe ich auf die Zusendung der Rechnungen per Post oder Mail und verweigere die meist verlangte Einzugsermächtigung, die man auch nach Vertragsabschluss jederzeit bequem widerrufen kann.

Nachteilig ist, dass ich das Geld nun regelmäßig überweisen muss. Ein wirkliches Problem ist das aber nicht, weil ich ja durch den Eingang der Rechnungen an die Bezahlung erinnert werde. Von großem Vorteil für mich ist es jetzt aber, dass ich nicht mehr Fehlabbuchungen hinterherlaufen oder gar klagen muss oder dass mir Nachweise vorenthalten werden. Jetzt ist es an dem Vertragspartner, mir sämtliche nötigen Informationen zu geben, wenn er Geld von mir haben will. Das funktioniert prima.

Dieter Speiser B

Vorwahlen

Die Aussage, dass bei einem international funktionierenden Format die „0“ der Ortsvorwahl weggelassen werden muss, ist leider nicht für alle Länder richtig. Ein Beispiel ist Italien: Hier muss die „0“ der Ortsvorwahl generell mitgewählt werden. Ansonsten bekommt man eine Fehlermeldung und erreicht die Zielrufnummer nicht.

Das Ganze hängt wohl von dem nationalen Rufnummernplan ab. Wie das in anderen Ländern ist, weiß ich nicht. Gemäß des italienischen Rufnummernplans ist es so, dass Handynummern generell nicht mit „0“ beginnen – daher wird die „0“ unbedingt gebraucht, um Handy- von Festnetznummern zu unterscheiden.

Ingo Hoffmann B

Bildersuche

Sechs Allzweck-Suchmaschinen im Vergleich mit Google, c’t 6/2019, S. 60

Obwohl im kürzlich erschienenen Artikel zu Google-Alternativen nicht erwähnt, hat sich bei der Rückwärtssuche von Bildern bei mir Yandex.com als am besten herausgestellt.

Google: größter Index, findet aber hauptsächlich nur andere Bildgrößen. Bing: großer Index, findet auch inhaltlich ähnliche Bilder. TinEye: kleiner Index, findet bearbeitete Versionen. Yandex: großer Index, findet inhaltlich ähnliche Bilder und bearbeitete Versionen.

Lukas Jansen B

Startpage

Startpage reduziert leider die Google-Suchergebnisse nicht nur um multimediale Elemente, sondern scheint nur eine Teilmenge der Google-Ergebnisse auszuliefern. Augenfällig wurde das für mich vor ein paar Jahren bei der Rückwärtssuche von Telefonnummern, wo Startpage damals gar keine Ergebnisse lieferte, und Google die üblichen Portale wie Tellows & Co.

Seitdem ich darauf aufmerksam wurde, stellte ich häufiger fest, dass Google zu sehr speziellen technischen Fragen deutlich bessere Ergebnisse liefert als Startpage. Nichtsdestotrotz habe ich Startpage in sämtlichen meiner Browser auf allen Geräten als Standardsuchmaschine – inklusive Suchvorschlägen – eingestellt. Nur wenn es etwas spezieller wird, suche ich noch über Google.

Sich per Startpage so einfach und bequem dem Google-Tracking entziehen zu können, das ist schon toll.

tobias.x F

Domain-Suche in Have I been pwnd

Leserbriefe zu Identitätsklau im Netz, c’t 6/2019, S. 6

Im Leserbrief von Matthias Kahlert steht, dass er nicht alle Mailadressen seiner Domain bei haveibeenpwned.com überprüfen lassen kann. Doch, das kann er! Es gibt einen eigene Domainsearch: https://haveibeenpwned.com/DomainSearch. Da kann man sich sogar automatisiert eine Email schicken lassen, wenn irgendeine Mailadresse mit der Domain in den Listen auftaucht. Hat bei mir letztens wunderbar funktioniert.

Christian Hekerens B

Win 10 auf Raspi

Windows 10 auf dem Raspberry Pi, c’t 6/2019, S. 38

Ich habe dieses kleine Experiment gestern auch vollzogen und es ist wirklich erdrückend langsam. Auf Ihrem Screenshot des Taskmanagers sieht es so aus, als würde der Pi (Model 3 B+ laut Ihren Angaben) nur mit 0,6 GHz takten. Das kann man in der config.txt auf der EFI-Partition ändern (Standard-Pi-Konfiguration). Standardmäßig kann – wenn ich mich noch richtig erinnere – der Pi 3B+ 1,4 GHz, was mehr als das Doppelte ist. Er ist danach immer noch sehr, sehr, sehr langsam, aber es ist dann immerhin die doppelte CPU-Geschwindigkeit.

Michael Reif B

KI-Trefferquote

KI errät Geodaten zum Foto, c’t 5/2019, S. 166

Als jemand, der viel fotografiert, habe ich das Ganze auf der angegebenen Website nachzuvollziehen versucht. Bei zwei Versuchen fällt mir nicht mal ansatzweise der Begriff Treffergenauigkeit ein.

Erster Versuch: Blick über eine Wiese auf Götzenhain – soll bei München liegen statt nahe Frankfurt. Gut, ist halt nicht leicht zu identifizieren. Zweiter Versuch: Das Kurhaus von Wiesbaden mit dem typischen Brunnen davor – wird in Cardiff/Wales lokalisiert, ersatzweise auch Irland, London oder Brüssel. Kein bisschen Rotfärbung in Deutschland. Das scheint mir heftig daneben, da rate ich besser ;-)

Ist wohl noch ein sehr weiter Weg zum Einsatz. Die berichteten 43 Prozent richtige Stadt kann ich so nicht nachvollziehen.

Manfred Stibaner B

Ergänzungen & Berichtigungen

Spannungen vertauscht

Langlebige Prozessoren, Wie Chips altern und Entwickler gegensteuern, c’t 6/2019, S. 172

In der Grafik zum Feldeffekttransistor haben wir versehentlich Drain-Source-Spannung UDS und Gate-Source-Spannung UGS vertauscht.

Kartenleser, Tastaturbeleuchtung

Lenovos Mittelklasse-Notebook ThinkPad E580 mit SSD und USB-C, c’t 6/2019, S. 108

Anders als im Text angegeben ist der Kartenleser des ThinkPad E580 per USB 3.0 angebunden; er spricht allerdings kein UHS-II. Manche Ausstattungsvarianten haben eine Tastaturbeleuchtung.

Uhrenvergleich

Armleuchter, Neun Smartwatches mit watchOS, Wear OS, Tizen und LiteOS, c’t 6/2019, S. 126

Die Fossil Sport hat zusätzlich ein Gyroskop und einen Umgebungslichtsensor.

Die Benotung der Laufzeiten sind durcheinandergeraten. Richtig lauten die Noten:

Armani Connected, Fossil Sport, Skagen Falster 2

± Apple Watch, Mobvoi TikWatch C2 und Pro, Samsung Galaxy Watch

⊕⊕ Huawei Watch GT und Honor Watch Magic

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Anonyme Hinweise https://heise.de/investigativ

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