c't 9/2019
S. 134
Hintergrund
Serverprozessor Xeon-SP
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Xeon-Wechsel

Intels zweite Generation des Xeon Scalable Performance

Ablösung für den dominierenden Serverprozessor Xeon-SP: „Cascade Lake“ bringt riesigen Optane-Speicher, schnelle KI-Befehle und 56-Kern-Prozessoren für Superrechner.

Mehr als 95 Prozent aller Serverprozessoren kommen von Intel, wichtigster Typ ist der Xeon Scalable Performance (Xeon-SP). Er löste 2017 die Xeon-Versionen E5-2000 und E7-2000 für Server mit ein, zwei, vier und acht CPU-Fassungen ab. Nun startet die zweite Generation des Xeon-SP alias Cascade Lake (CLX) mit drei wichtigen Neuerungen: Optane-Speichermodule ermöglichen mehrere Terabyte Arbeitsspeicher, neue „DL Boost“-Befehle beschleunigen KI-Software und es gibt Platinum-9200-Xeons mit bis zu 56 statt bisher 28 Kernen. Dazu kommen kleinere Verbesserungen, etwa erste Hardware-Patches gegen die Sicherheitslücken Spectre und Meltdown und Funktionen zur präziseren Steuerung großer (Cloud-)Serverflotten.

Ein Xeon der Unterfamilie Platinum 9200 alias CLX-AP besteht jeweils aus zwei Dies mit jeweils bis zu 28 Kernen. Bild: Intel
Typisches Mainboard für gängige Dual-Socket-Server: Intel S2600WF mit 12 DIMM-Slots pro CPU Bild: Intel

Für die meisten anderen Käufer von Xeon-SP-Servern ändert sich wenig: Die Neulinge heißen ein bisschen anders – etwa Xeon Gold 6240 statt 6140 –, takten ein bisschen höher, kosten dasselbe und laufen nach BIOS-Updates auf denselben Mainboards wie ihre Vorgänger. Es kommt kein neuer Chipsatz, der C620 alias Lewisburg tut weiter seinen Dienst. Weil sich die Prozessorfassung nicht ändert – die Plattform heißt weiterhin Purley –, bleiben auch die Anzahl der Speicherkanäle (6) und der PCI-Express-(PCIe-)Lanes (48) gleich.

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Typisches Mainboard für gängige Dual-Socket-Server: Intel S2600WF mit 12 DIMM-Slots pro CPU Quelle: Bild: Intel