c't 9/2019
S. 20
Praxis
Linux-Umstieg: Parallelinstallation
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Einzugshilfe

Linux Mint parallel neben Windows installieren

Nicht jeder, der künftig Linux einsetzen will, kann oder will deshalb komplett auf Windows verzichten. Macht nichts: Installieren Sie beide Betriebssysteme einfach nebeneinander. Dann profitieren Sie von den Vorteilen des Open-Source-Betriebssystems und die vertraute Windows-Installation ist trotzdem stets nur einen Neustart entfernt.

Ein weiteres Betriebssystem wie Linux Mint zusätzlich zum bereits vorhandenen Windows zu installieren klingt komplizierter, als es ist: Einfach etwas Platz auf einem internen Datenträger schaffen, den Installer seine Arbeit verrichten lassen und schon können Sie beim Einschalten des PCs oder Notebooks über ein schlichtes Menü entscheiden, welches der beiden Systeme Sie booten wollen. Dass die Anleitung für eine Parallelinstallation, die Sie gerade lesen, trotzdem mehrere Seiten füllt, liegt nicht so sehr an Linux, sondern mehr an Windows und vor allem an den Besonderheiten des jeweiligen BIOS, welches sich leider von Rechner zu Rechner unterscheidet. Das erfordert, an manchen Stellen während der Einrichtung der Zweitinstallation ganz genau hinzuschauen – doch keine Bange, Sie brauchen keineswegs über intime Firmware-Kenntnisse zu verfügen, sondern müssen einfach nur wissen, worauf in manchen Dialogen zu achten ist. Wenn Sie das machen, ist das Ganze selbst für absolute Linux-Neulinge problemlos zu meistern. Und Ihre Windows-Installation bleibt dabei stets ungefährdet und ist immer nur ein paar Mausklicks entfernt.

Zum Kasten: Hardware, auf der Sie Linux nicht einsetzen sollten

Über die Systemvoraussetzungen brauchen Sie sich üblicherweise keine Gedanken zu machen, denn auf so ziemlich jedem PC, auf dem sich eine moderne Windows-Installation einrichten lässt, läuft auch Linux Mint. Dabei ist es egal, ob es um einen Desktop-PC oder ein Notebook geht. Die wenigen Ausnahmen betreffen allesamt nur PCs, in denen mehrere Datenträger stecken, die durch Firmware oder Treiber irgendwie zu einem virtuellen Laufwerk verknüpft sind (RAID, SSD-Caching …). Wenn Sie den Verdacht haben, das so etwas in Ihrem Rechner steckt, lesen Sie bitte zuerst den Kasten „Hardware, auf der Sie Linux nicht einsetzen sollten“.

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