c't 9/2019
S. 114
Test
Dating-Apps
Aufmacherbild
Bild: Albert Hulm

Appgeschleppt

Dating-Apps für Android und iOS im Vergleich

Die Digitalisierung macht auch vor der Partnersuche nicht halt. Tinder hat es vorgemacht: Der nächste Freund, Lebensabschnittsgefährte oder Sexpartner ist nur einen Wisch entfernt. So einfach die Suche geworden ist, so heikel ist der Umgang mit intimsten Nutzerdaten.

Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn wir uns im Supermarkt getroffen hätten! Diesen Satz findet man als Selbstbeschreibung in gefühlt jedem zehnten Tinder-Profil. Doch warum eigentlich? Die Steuererklärung, Schriftverkehr, Bankgeschäfte – unzählige Dinge erledigen wir wie selbstverständlich im Internet. Warum nicht auch die Partnersuche?

Es gibt beispielsweise unzählige Leute, die in eine neue Stadt gezogen sind, keine Zeit für Sport und Vereinsleben haben oder schlicht zu schüchtern sind, jemanden auf der Straße anzusprechen. In solchen Fällen lässt sich beobachten, wie die Dating-Apps das Sozialverhalten zum Guten verändern. Mit Hilfe der Dating-Apps findet man potenzielle Partner oder Freunde nicht nur im Café, sondern auch auf dem Handy – für viele Menschen ein Segen.

Anders als bei namhaften Partnerbörsen im Netz kann man bei den Apps sofort kostenlos einsteigen, ohne vorher erst Verträge und Fragebögen ausfüllen zu müssen.

Grund genug, einen genaueren Blick auf die derzeit populärsten Apps zu werfen. Wir haben den Funktionsumfang der Dating-Apps Badoo, Bumble, Happn, Lovoo, OkCupid und Tinder getestet und uns angeschaut, welche Kosten für eine realistische Nutzung anfallen und wie es um den Datenschutz bestellt ist.

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