c't 1/2019
S. 138
Test
10-Gigabit-NAS

Flinke Netzspeicher

Kleine NAS mit extraschnellem LAN-Anschluss

Wer häufig mit großen Dateien hantiert, sei es bei Videoschnitt, Partitionsimages oder MRT-Aufnahmen, will bei Zugriffen auf den zentralen Netzwerkspeicher nicht ständig warten. NAS mit 10-Gigabit-LAN-Port liefern Daten besonders schnell. Sie werden für kleine Firmen und Heimanwender erschwinglich.

Asustor und QNAP haben Netzwerkspeicher für unter 400 Euro ins Programm genommen, die Daten über extraschnelle LAN-Ports mit 10 Gigabit/Sekunde entsprechend 1,25 GByte/s übertragen. Solche NAS waren wegen ihrer hohen Preise ab 1000 Euro bislang eher Firmen vorbehalten [1]. Dazu kommen Kosten für die zu bestückenden Massenspeicher und eventuell die nötige 10-Gigabit-Infrastruktur (siehe S. 136).

Beim Asustor AS4004T (links) lässt sich eine defekte Platte dank von außen zugänglicher Trays im Betrieb leicht tauschen. Das QNAP TS-332X muss man dazu aufschrauben.

Der wichtigste technische Unterschied zwischen dem Asustor- und dem QNAP-NAS: Das AS4004T mit seinem Dual-Core-Prozessor hat einen 10GBase-T-Port für reguläre LAN-Kabel (RJ45), während das TS-332X mit Quad-Core-CPU einen SFP+-Port für Glasfasermodule oder Direct-Attach-Kabel aufweist. Weil Letztere höchstens 2 Meter lang sein dürfen, muss das TS-332X nah beim 10-Gigabit-Switch stehen, damit keine zusätzliche Investition für Glasfasertechnik fällig wird (2 SFP+-Module und passendes Patchkabel).

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