c't 1/2019
S. 32
News
Bildbearbeitung, Notensatz

Maskierung und Plug-in-SDK für Capture One Pro 12

In Capture One Pro 12 lassen sich drei neue Maskierungswerkzeuge nutzen. Außerdem liefert Phase One ein Plug-in-SDK und erweiterte AppleScript-Optionen mit.

Der Raw-Entwickler Capture One 12 wendet radiale oder wie hier lineare Verläufe als Ebenenmasken an, um Fotos selektiv zu bearbeiten.

Phase One liefert seinen Raw-Entwickler Capture One Pro 12 mit modernisierter Bedienoberfläche aus. Mac- und Windows-Version hat der Hersteller aneinander angeglichen. Das betrifft beispielsweise benutzerdefinierte Tastenkürzel, die nun auf beiden Plattformen am gleichen Ort zu finden sind. Eine Suchfunktion soll die Nutzung der Kürzel erleichtern.

Drei neue Maskierungswerkzeuge ermöglichen selektive Entwicklung. Mit Luminanzmasken sollen sich künftig helle Bereiche unabhängig von den dunklen bearbeiten lassen. Außerdem kann man lineare und radiale Verlaufsmasken nutzen, um beispielsweise den Himmel in einer Landschaftsaufnahme abzudunkeln oder das Motiv in einem Foto aufzuhellen. Größe, Form, Ausrichtung und Kanten der Masken soll man detailliert steuern können.

Entwickler können über das Capture-One-Plug-in-SDK künftig Erweiterungen schreiben, beispielsweise zum Bearbeiten oder Weitergeben von Fotos. Die AppleScript-Unterstützung unter macOS hat Phase One erweitert.

Zusätzlich zu den bisherigen Formaten unterstützt Capture One nun Raw-Typen der Kameras Nikon Z6 und Z7, Fujifilm GFX 50R sowie Canon EOS R und EOS M50. Die kamerainternen Filmsimulationen der Fujifilm-X- und -GFX-Serie lassen sich nun auch in Capture One nutzen. Diese Entwicklungsvorgaben simulieren 16 klassische Farb- und Schwarzweißfilme wie Provia und Velvia.

Capture One Pro 12 kostet 349 Euro. Capture One Pro Sony und Capture One Pro Fujifilm mit Unterstützung nur für die Geräte der jeweiligen Hersteller sind für jeweils 249 Euro erhältlich. (akr@ct.de)

Bibliothek für Skylum Luminar 3

Skylum hat in die Bildbearbeitung Luminar 3 ein Bibliotheksmodul integriert.

Skylum hat die Bildbearbeitung Luminar 3 um ein Bibliotheksmodul erweitert, das dabei hilft, Bilder zu organisieren, farblich zu kennzeichnen und zu bewerten. Es erfordert keinen Bildimport, sondern zeigt den Inhalt ausgewählter Ordner sofort an und fügt ihn zum Katalog hinzu. Luminar organisiert die Fotos nach Aufnahmedatum; Änderungen speichert das Programm im ursprünglichen Ordner.

Luminar nutzt künstliche Intelligenz, um Fotos zu bearbeiten. KI-Filter analysieren und bearbeiten das Bild. Accent AI hebt beispielsweise Sonnenstrahlen hervor, AI Sky Enhancer sorgt für dramatischen Himmel. Man kann aber auch klassische Werkzeuge wie Kurven sowie Regler für Belichtung oder Kontrast nutzen. Einstellungen kann man wie in Lightroom oder Capture One auf andere Fotos übertragen.

Das Programm lässt sich unter Windows und macOS eigenständig oder als Plug-in in Photoshop CC und Lightroom Classic CC nutzen. Es kostet 69 Euro. Nutzer von Luminar 2018 erhalten Luminar 3 kostenlos. (akr@ct.de)

Steinberg Dorico

Das Notensatzprogramm Dorico 2.2 hat neue Funktionen für Film- und Jazzmusiker erhalten. Es kann MIDI-Daten nun über ein angeschlossenes Keyboard in Echtzeit aufnehmen. Außerdem hat Steinberg den Import und Export von MIDI-Dateien verbessert. Dorico 2.2 soll Tempo-Tracks aus MIDI-Dateien importieren können, um für Film- oder Videospielmusik Zeitstempel, Tempo und Marker zu ersetzen, ohne das vorhandene Musikmaterial anzutasten. Die Software kann laut Hersteller Tempo-Tracks auch exportieren, um diese im Anschluss in einen Sequenzer zu importieren. Darüber hinaus notiert Version 2.2 erweiterte Triller sowie die speziellen Jazz-Artikulationen Scoops, Falls, Plops und Doits. Ab sofort versteht sich das Programm auch auf die komplexen Wiederholungsmuster D.C., D.S., Coda und Fine. Das Programm kostet 579 Euro. Lehrer und Schüler zahlen 349 Euro. (akr@ct.de)

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