c't 1/2019
S. 31
News
Server & Storage

Helium- und HAMR-Festplatten mit 12 bis 20 TByte

Seagates erste HAMR-Festplatten werden in der Enterprise-Baureihe für Rechenzentren starten. Bild: Seagate

Seagate hat Vorserienmodelle neuartiger Festplatten mit dem Aufzeichnungsverfahren Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR) an Systemintegratoren ausgeliefert. Deren übliche Tests hätten die bisher über 40.000 gefertigten Muster bestanden, so Seagate. Serienprodukte starten bald in der Enterprise-Baureihe „Exos“ für Server und Storage-Systeme in Rechenzentren. Die ersten HAMR-Disks sollen 16 TByte fassen, für 2019 verspricht der Hersteller 20 TByte.

Bei HAMR sitzt ein Laser auf dem Schreibkopf, der das Magnetmaterial kurzzeitig auf mehrere Hundert Grad Celsius erhitzt, um die zum Beschreiben notwendige magnetische Feldstärke zu verringern. Dadurch können die Schreibköpfe schrumpfen, um kleinere Punkte beziehungsweise Spuren zu schreiben, wodurch die Datendichte steigt.

Auch der kleinste Festplattenhersteller, das japanische Unternehmen Toshiba, hat nun mit Helium gefüllte Laufwerke im Programm. Die Modelle N300 (NAS) und X300 (Desktop) kommen mit acht beziehungsweise neun Scheiben auf Kapazitäten von 12 beziehungsweise 14 TByte. Sie drehen mit 7200 U/Min und haben 256 MByte Cache-Speicher. Die 12-TByte-Version der N300 soll so bis zu 253 MByte/s erreichen, das größere Modell maximal 260 MByte/s. Die N300 sind für NAS-Gehäuse mit bis zu acht Schächten geeignet, Rotationssensoren sollen Störungen durch benachbarte Laufwerke eliminieren. Preise hat Toshiba noch nicht genannt; die Laufwerke sollen noch vor 2019 im Handel sein. (ll@ct.de)

NAS-Rechenbeschleuniger

Der NAS-Beschleuniger Qnap Mustang-200 vereint zwei x86-Computer im Format einer PCIe-Grafikkarte. Bild: Qnap

Der PCIe-Rechenbeschleuniger Mustang-200 verleiht Qnap-NAS mehr Performance, etwa um zusätzliche Docker-Container ausführen zu können oder um Videodatenströme von mehreren Überwachungskameras zu verarbeiten. Vom Mustang-200 gibt es drei Varianten, die jeweils mit zwei x86-Computermodulen bestückt sind. Jedes besteht aus einem Intel-Mobilprozessor – Celeron 3865U, Core i5-7267U oder Core i7-7567U –, zwei Speichermodulen für bis zu 32 GByte RAM und einer M.2-NVMe-SSD.

Der Mustang-200 sieht wie eine Grafikkarte aus, die zwei Slots belegt, aber keine Ausgänge hat. Die vier PCIe-2.0-Lanes führen zu einem PCIe-Switch-Chip, an dem über 10-Gigabit-Ethernet-Chips die beiden Dual-Core-Prozessoren hängen. Über die PCIe-Verbindung können die Prozessoren sowohl auf NAS-Daten zugreifen als auch auf die Ethernet-Ports der NAS-Geräte, die Qnap für den Mustang-200-Einsatz freigibt. Dazu gehören etwa TS-877, TVS-882, TS-1277, TVS-1282, TS-1677X, TS-1685 und Rack-Versionen wie TS-2477XU-RP.

Jedes der beiden Subsysteme auf der Mustang-200 läuft unter einer eigenen Instanz des Betriebssystems mQTS, einer Variante von Qnap QTS. Die Preise für eine Mustang-200 mit zwei Celerons mit je 4 GByte RAM, aber ohne SSDs, beginnen bei 1000 Euro. (ciw@ct.de)

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