c't 10/2019
S. 150
Praxis
Linux-RAID & UEFI

Zweispurig

Ausfallsicheres Software-RAID-1 für UEFI-Linux

Bei vielen Linux-Distributionen kann der Installer ad hoc ein Software-RAID-1 erzeugen, auf dem Betriebssystem und Daten landen. Der Admin muss aber nachhelfen, damit Linux auch dann noch per UEFI bootet, wenn einer der RAID-Datenträger ausfällt.

Für einen ständig einsatzbereiten Linux-Server reicht es nicht, Betriebssystem- und Datenpartitionen mit einem Software RAID 1 von Linux zu spiegeln: Auch der Boot-Code zum Betriebssystemstart muss auf allen am RAID beteiligten Datenträgern liegen, denn sonst startet Linux nicht mehr, wenn der normalerweise zum Booten verwendete Datenträger ausfällt. Kaum ein Installer erledigt das dazu Nötige von Haus aus, wenn es ein Software-RAID-1 für ein per UEFI startendes Linux einrichtet.

Diese Schwachstelle können Sie mit ein paar Handgriffen beheben, indem Sie für Notfälle einen alternativen Boot-Pfad mit einer zweiten EFI System Partition (ESP) anlegen. Auf den ersten Blick scheint sich dafür ein Software-RAID-1 anzubieten, auf den man die ESP legt. Dieser Ansatz entpuppt sich beim näherem Hinsehen aber als tückisch (siehe Kasten „Warum kein Linux-Software-RAID für die ESP?“).

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