c't 10/2019
S. 78
Praxis
Fit mit c't: Fitnessdaten im Griff

Meine Fitness geht keinen was an

Wie Sie die Daten verschiedener Fitnesstracker unter Kontrolle halten

In einer idealen Welt würden alle Fitnesstracker die Sportdaten so speichern, dass nur der Nutzer darauf zugreifen darf und dass er den Tracker einfach wechseln kann. In der realen Welt lachen wir mal kurz laut und krempeln uns die Ärmel hoch, um das so gut wie möglich hinzukriegen.

Aktuelle Fitnesstracker und Smartwatches schicken die aufgezeichneten Daten in eine Cloud – die des Geräteherstellers, des Betriebssystem-Herstellers oder im besten Fall in die Cloud eines Fitnessdiensts eigener Wahl. Lediglich Apple speichert ausschließlich lokal. Keins der Geräte kommt mit einer standardisierten Ex- und Importmöglichkeit zum Wechsel des Anbieters.

Zwei weitere Ausnahmen vom Cloud-Zwang sind uns bekannt. Erstens alte Tracker ohne Internetanbindung – sie sollen nicht Thema des Artikels sein, weil sie praktisch nur noch gebraucht erhältlich sind und die ganzen schönen Neuerungen aktueller Geräte nicht beherrschen. Die zweite Ausnahme ist interessanter: Tracker, denen sich das Open-Source-Projekt Gadgetbridge angenommen hat. Es begann als Notlösung für die Tracker von Pebble, als deren Server im Zuge des Aufkaufs durch Fitbit abgeschaltet wurden. Inzwischen unterstützt Gadgetbridge über ein Dutzend Geräte auch anderer Hersteller – darunter zwar kaum große Namen, aber durchaus gute Hardware. Wer hier das Passende findet, muss sich weniger Gedanken um Datenschutz machen. Mehr zu Gadgetbridge ab Seite 68, in [1] und auf ct.de/yuqy. Die Datenkonvertierung lösen diese beiden Ansätze aber auch nicht.

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