c't 10/2019
S. 38
News
Hardware

15-Watt-Mobilprozessoren für Business-Notebooks

Die Chip-Hersteller AMD und Intel haben ihren Mobil-CPUs der Business-Plattformen etwas mehr Takt spendiert. Zudem gibt es erstmals einen Athlon Pro und bei Intel schnelleres WLAN.

Die Mobilprozessoren AMD Ryzen Pro 3000U und Intel Core i-8000U eignen sich für Firmennotebooks und erlauben mit 15 Watt Thermal Design-Power auch schlanke Bauformen.

AMDs vier neue Quad-Cores der Serie Ryzen Pro takten dank verbessertem Fertigungsprozess mit 12-nm-Technik 100 MHz höher als die Vorgänger Ryzen Pro 2000U. Neu hinzugekommen ist der Athlon Pro 300U mit zwei CPU-Kernen und weniger Shader-Einheiten der GPU.

Damit Angreifer nach dem Diebstahl des Notebooks nicht den Inhalt des Arbeitsspeichers auslesen können, verschlüsseln die Athlon-Pro- und Ryzen-Pro-CPUs den kompletten RAM. Das unterbindet sogenannte Cold-Boot-Attacken, wo sich durch Einsatz von Kältespray auch nach dem Ausschalten beziehungsweise einem Neustart Daten aus dem Arbeitsspeicher ausspähen lassen. Notebooks mit Ryzen Pro 3000U und Athlon Pro 300U sollen im Laufe des Jahres von HP und Lenovo erscheinen.

Intel präsentiert für die gleiche Geräteklasse zwei Quad-Core-CPUs: Core i5-8365U und Core i7-8665U gehören zur in 14 nm gefertigten Whiskey-Lake-U-Serie. Wie bei Ryzen Pro 3000U handelt es sich um SoCs (System-on-Chip), die Chipsatzfunktionen wie SATA 6G und USB 3.1 Gen 2 bereitstellen. Die beiden Core i-8000U unterstützen die Fernwartungs- und Managementfunktionen von vPro. Der Core i7-8665U arbeitet 100 MHz (Turbo: 200 MHz) schneller als das bisherige Topmodell Core i7-8565U.

Neu hinzugekommen bei Intels Business-Plattform ist die Möglichkeit, Notebooks mit WLAN-Modulen auszustatten, die mit dem Wi-Fi-6-Standard alias IEEE802.11ax funken. Dies erhöht den Datendurchsatz und bringt die Sicherheitstechnik WPA3 mit. Notebooks mit den neuen Core i-8000U-Prozessoren erscheinen laut Intel Anfang Mai von Dell, HP, Lenovo und Panasonic. (chh@ct.de)

Tabelle
Tabelle: Mobilprozessoren für Business-Notebooks

Hybridspeicher aus Optane und SSD

Die „Optane Memory H10 with Solid State Storage“ passt in gängige M.2-Slots, funktioniert als Verbund aber nur in modernen Intel-Systemen.

Für Desktop-PCs und Notebooks liefert Intel an PC-Hersteller das M.2-Modul „Optane Memory H10 with Solid State Storage“, das 256, 512 oder 1024 GByte klassischen NAND-Flash-Speicher mit 16 oder 32 GByte Optane-Speicher vereint. Letzter dient als Cache, der die Zugriffe auf den Flash-SSD-Teil beschleunigt.

Aus technischer Sicht handelt es sich um zwei getrennte Laufwerke, die jeweils über zwei PCIe-3.0-Lanes am System angebunden sind. Erst der Windows-Treiber für Intels Rapid Storage Technology (RST) fasst diese zusammen. Damit das klappt, müssen ein Core-i-Prozessor der achten oder neunten Generation und ein Chipsatz aus der Serie 300 im System sitzen. Im Einzelhandel soll die Optane Memory H10 erst zu einem späteren Zeitpunkt erhältlich sein. (chh@ct.de)

Langläufernotebook

Das Display des Acer TravelMate P614-51 lässt sich um 180 Grad nach hinten klappen.

Das 14-Zoll-Notebook Acer TravelMate P614-51 wiegt lediglich 1,1 kg, soll aber genug Akkukapazität haben, um bis zu 20 Stunden durchzuhalten. Trotz nur 17 Millimetern Dicke verspricht Acer, dass es robust genug ist, um im Alltag von Außendienstlern zu bestehen. Dazu soll das TravelMate P614-51 bis zu 60 Kilogramm Druck aushalten und Stürze aus einem Meter Höhe überstehen.

Zur Ausstattung gehören Core-i-Prozessoren der achten Generation, SSDs mit bis zu 1 TByte Speicherplatz sowie bis zu 24 GByte DDR4-RAM. Je nach Konfiguration steuert die integrierte Prozessorgrafik oder ein Grafikchip vom Typ Nvidia GeForce MX250 das matte Full-HD-Display mit IPS-Technik an. Der Verkauf des robusten TravelMate P614-51 beginnt ab Juni. Es kostet in der Basiskonfiguration 1200 Euro. (chh@ct.de)

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