c't 11/2019
S. 156
Spielekritik
Historische Aufbaustrategie
Aufmacherbild

Große Baukunst

Mit Strategie und Planungskönnen zu Elektrizität und rauchenden Schornsteinen

Nach zwei Ausflügen in die Zukunft besinnt sich die beliebte Aufbaustrategiereihe bei Anno 1800 auf alte Tugenden und führt die Fans mitten in die industrielle Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts.

Seit über 20 Jahren weckt die Anno-Reihe die Baugelüste der Spieler. Ging es in den letzten Spielen noch um die Ökobotschaft von erneuerbaren Energien, so kehrt Anno 1800 ganz zur klassischen Aufbaustrategie zurück: aus dem Nichts ein Wirtschaftsimperium zu schaffen und die Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Den Entwicklern gelingt eine detailverliebte und ausgereifte Simulation, die mit einigen wenigen Neuerungen das bewährte Konzept sinnvoll ergänzt.

Wir schreiben das Jahr 1800. Die industrielle Revolution steht bevor, erste Schornsteine ragen aus den Städten heraus, der Seehandel floriert. In diesem Szenario tritt der Spieler das Erbe einer einst stolzen Familiendynastie an. Nach dem Tod des Vaters kehrt er in die alte Heimat zurück, um den guten Ruf der Familie wiederherzustellen. Zusammen mit Konkurrenten liefert sich Spieler ein Wettrennen um die besten Handelswege in einer Zeit, die unsere Gesellschaft mit ihren zahlreichen Erfindungen auch heute noch prägt.

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