c't 11/2019
S. 142
Test
Ubuntu Linux 19.04
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Linux-Distribution Ubuntu 19.04 steigert Desktop-Performance

Ubuntu verbessert weiter die Bedienoberfläche, und die Installation proprietärer Treiber ist jetzt einfacher. Auch die Entwickler von Lubuntu und Xubuntu stellen keine Installationsimages für 32-Bit-x86-Systeme mehr bereit.

Früher war Ubuntu berüchtigt für radikale Änderungen, doch mittlerweile begnügt sich Hauptsponsor Canonical beim Desktop mit solider Versionspflege. Auch bei Ubuntu 19.04, Codename „Disco Dingo“, findet man etliche Verbesserungen im Detail. Freuen dürften sich hingegen Besitzer von Hardware mit Nvidia-Grafikchips. Ubuntu lädt auf Wunsch schon während der Systeminstallation den geeignetsten proprietären Nvidia-Treiber aus dem Internet herunter und richtet ihn ein. Dabei geht Ubuntu in einigen Fällen zu vorsichtig vor und wählt zu alte Treiber, wie ein Canonical-Mitarbeiter auf Twitter einräumt.

Seit bei Ubuntu Desktop die Bedienoberfläche wieder auf Gnome basiert – wenn auch modifiziert und angelehnt an das Look & Feel von Unity –, arbeiten die Ubuntu-Entwickler auch stärker im Gnome-Projekt mit. Dadurch profitiert Ubuntu Desktop auch von den Neuerungen in Gnome 3.32, die insbesondere in Leistungsverbesserungen der Gnome-Shell bestehen sollen. Nennenswert sind die neu gestalteten Oberflächen in den Systemeinstellungen. Die Sound-Konfiguration ist dadurch deutlich übersichtlicher und es gibt eine neue Kategorie „Anwendungen“. Dort findet man Optionen zu den installierten Programmen und Informationen zum Speicherverbrauch, sowohl für Anwendungen aus den Ubuntu- als auch aus Snap-Quellen.

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Die Variante Lubuntu setzt auf einen eigenen Installer.