c't 11/2019
S. 136
Test
Armbänder mit Pulsmessung
Aufmacherbild

Licht im Puls

Herzfrequenz-Armbänder mit optischen Sensoren für genauere Messungen

Wer beim Sport seinen Puls überwachen wollte, konnte lange nur zwischen unbequemen Brustgurten und oft ungenaue Werte liefernden Uhren mit integrierten Sensoren wählen. Armbänder mit optischen Sensoren versprechen präzise Messungen bei hohem Tragekomfort – und mit paralleler Aufzeichnung der Herzfrequenz zusätzlichen Komfort.

Brustgurte zur Herzfrequenzmessung sind in den Augen vieler Sportler ein notwendiges Übel. Sie arbeiten sehr präzise, da sie die vom Herzen ausgehenden elektrischen Impulse erfassen, und können die Werte an eine Sportuhr, eine Smartwatch oder ein Smartphone samt Fitness-Apps zur weiteren Auswertung funken. Dafür lösen sie jedoch auch oft ein gewisses Beklemmungsgefühl aus – und rutschen bei dynamischen Sportarten schon mal von der idealen Position, sodass die Messwerte nicht mehr stimmen.

Seit einigen Jahren versuchen Hersteller daher, optische Pulssensoren als Alternative zur elektrischen Messung auf dem Markt zu etablieren. Sie wurden zunächst in Sportuhren, Smartwatches und Fitnesstrackern integriert. Das Prinzip: Auf der Gehäuseunterseite angebrachte LEDs durchleuchten die Haut des Nutzers, während ein optischer Sensor aus dem reflektierten Licht die Änderungen des Blutvolumens in den Blutgefäßen erfasst. Weil sich dieses mit dem Herzzyklus ändert, lässt sich daraus die Herzfrequenz ableiten.

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