c't 11/2019
S. 44
Test
GeForce GTX 1650
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Turing in der Preisfalle

Gaming-Karte Asus ROG Strix GeForce GTX 1650 OC mit Nvidias Einsteiger-GPU

Endlich reicht Nvidia eine Grafikkarte der aktuellen Turing-Generation zum Spielen in Full HD für den wichtigen Preisbereich unter 200 Euro nach. Doch die sehr effiziente GeForce GTX 1650 hat ein Preis-Leistungs-Problem.

Mit der GeForce GTX 1650 bringt Nvidia die Turing-Architektur nun auch ins Budget-Segment bis 200 Euro, wo bislang die GeForce GTX 1050 Ti und ihre beiden Ti-losen Ableger die Stellung halten mussten. Der TU117-Chip der neuen Karte umfasst 896 Shader-Rechenkerne, 56 Textureinheiten und 32 Rasterendstufen, die nach Nvidias Spezifikation nominal mit 1485 MHz laufen und im Boost 1665 MHz erreichen sollen.

Wie schon die GTX-Turings 1660 und 1660 Ti hat die GTX 1650 weder Tensor- noch Raytracing-Cores. Anders als diese beherrscht sie DXR-Raytracing nicht einmal in Software, weil Nvidia mindestens 6 GByte Video-RAM vorschreibt; die GTX 1650 hat aber nur 4 GByte. Die sind über 128 Datenleitungen angebunden und erzielen einen Durchsatz von 128 GByte/s. Weiterer Unterschied: Der Video-Encoder entstammt noch der Volta-Generation. Für 4K-Streaming reicht er aber ebenfalls aus. Als Preisempfehlung nennt Nvidia 149 Dollar; der deutsche Online-Handel verlangte für die einfachsten Modelle zum Redaktionsschluss rund 150 Euro.

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