c't 11/2019
S. 59
elektronisches Anwaltspostfach
News

Notoperation am elektronischen Anwaltspostfach

Anmeldeprobleme zwingen zu vorgezogenem Update und ein neuer Dienstleister wird gesucht.

Die Pannenserie beim besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA) scheint nicht abreißen zu wollen. Intensivnutzer berichten von schlimmen Zuständen: Über das Webinterface könne man bei größeren Anhängen im Schnitt nur jede zweite Nachricht im ersten Anlauf fehlerfrei absetzen. Häufig würden Gerichte zurückrufen, sobald man ein Dokument zugestellt habe, weil sie aufgrund fehlerhafter Übermittlung nicht in der Lage seien, die Dokumente abzuholen oder auszudrucken.

In Anwaltskreisen macht derzeit etwa die persönliche Begrüßung eines Kollegen durch einen Gerichtspräsidenten anekdotenhaft die Runde: „Sie sind in unserem Bezirk der einzige Anwalt, der das beA benutzt, deshalb kenne ich auch Ihren Namen.“ Das war verbunden mit der ausdrücklichen Bitte, mit der Nutzung weiterzumachen, obwohl man wisse, dass es schwierig sei.

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