c't 11/2019
S. 56
News
Docker

Docker Enterprise 3.0

Mit Docker Desktop Enterprise starten auch Container-Laien Zusammenstellungen aus mehreren Container.

Docker hat auf der DockerCon Version 3.0 der kostenpflichtigen Version Docker Enterprise angekündigt und mit der öffentlichen Beta-Phase begonnen. Neu ist ein Desktop-Werkzeug, mit dem Software-Entwickler ohne Container-Erfahrung Anwendungen aus mehreren Containern starten und damit zum Beispiel Lösungen wie XAMPP durch Container ersetzen können. Für solche Zusammenstellungen kommen Anwendungs-Vorlagen, sogenannte „Docker Apps“, im Format CNAB zum Einsatz. Diese wurden im Herbst 2018 erstmals angekündigt – sie erweitern Docker-Compose-Dateien um Parameter, mit denen man sie an unterschiedliche Umgebungen anpassen kann. Interessierte können sich unter beta.docker.com mit ihrer Docker-ID für den Beta-Test registrieren. (jam@ct.de)

Microsoft Build: Zwischen IE11 und Quantencomputern

Webentwicklern ist der Internet Explorer schon lange ein Dorn im Auge. Seit 2014 liefert Microsoft den IE 11 weiter aus, ohne neue Techniken aus dem längst weiterentwickelten HTML-Standard nachzurüsten. Offiziell ist der Browser nur noch für veraltete Anwendungen in Unternehmen gedacht – allen voran solche mit ActiveX-Steuerelementen. Da aber einige Nutzer aus alter Gewohnheit nie auf Microsofts Nachfolger Edge oder eine Alternative umgestiegen sind, müssen Entwickler weiter Krücken für das nicht HTML-Standard-konforme Verhalten des Browsers bauen. Ein Termin für das Lebensende von IE11 war nicht in Sicht.

Eine Ankündigung auf Microsofts Entwicklerkonferenz Build 2019 macht jetzt Hoffnung auf Veränderung: Der neue Edge, in dem eine Chromium-Engine steckt, soll einen „Internet-Explorer-Modus“ bekommen. In einem IE-Tab kann der Nutzer dann die veralteten Unternehmensanwendungen direkt in Edge öffnen. Langfristig könnte der Internet Explorer 11 damit überflüssig werden und einen offiziellen Termin für das Support-Ende bekommen.

Auch um Zukunftsthemen ging es bei der Eröffnung der Konferenz. So kündigte Microsoft an, Compiler und Simulatoren für die Quantencomputer-Programmiersprache Q# unter Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen. Entwickler sollen mit diesen Werkzeugen erste Erfahrungen mit dieser noch lange nicht marktreifen Technik machen. (jam@ct.de)

GitHub-Integration in Azure

Microsoft integriert die Anmeldung mit dem GitHub-Account in Azure.

Microsoft und GitHub haben die Integration ihrer Anmeldedienste vorangetrieben – der Schritt war nach dem Kauf von GitHub durch Microsoft erwartet worden. Mit einem bestehenden GitHub-Benutzernamen soll es möglich werden, alle Dienste der Microsoft Azure-Cloud zu nutzen. Andersherum sollen Unternehmen, die den Cloud-Anmeldedienst Azure Active Directory nutzen, ihre bestehenden Benutzer mit GitHub Enterprise verbinden können.

Das Azure Active Directory wiederum kann mit einem lokalen Active Directory verknüpft sein. Microsoft verspricht sich davon, dass mehr Entwickler Azure für ihre Projekte nutzen, wenn die Hürde einer weiteren Anmeldung wegfällt und sie aus der Code-Verwaltung direkt in die Verwaltung der Produktivsysteme wechseln können. Die Anmeldung an Diensten mit dem GitHub-Benutzernamen ist für die meisten Entwickler nicht neu. Viele Werkzeuge nutzen diese Funktion. (jam@ct.de)

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