c't 11/2019
S. 58
News
Social Engineering über N26

Dein Konto, ihr Konto

Video-Ident-Betrug bei N26

Die Mobilbank N26 machte kürzlich mit knapp 400 Fällen von Identitätsbetrug von sich reden. Vielfach reagierte sie dabei auf Meldungen Betroffener zu spät. Der Fall zeigt aber auch, dass Nutzer sich häufig selbst schützen können.

Die Mobilbank N26 stand in den letzten Wochen mehrfach in der medialen Kritik: Zunächst berichtete der Informationsdienst Gründerszene, dass die Kundenbetreuung von N26 nach der Meldung von Phishing-Attacken nur schleppend reagiert habe und mehreren Kunden dadurch hoher Schaden entstanden sei. Wenig später meldete das Handelsblatt, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Bank gerügt habe – unter anderem für ihre zu dünne Personaldecke. Dadurch sei N26 bei der Weitergabe von Informationen über Kontenmissbrauch für andere Banken schlecht erreichbar gewesen. Ein Sparkassen-Chef habe einen Fall geschildert, in dem N26 auf einen Überweisungsrückruf so spät reagierte, dass das Geld für das Betrugsopfer verloren war.

N26-Gründer Valentin Stalf hat Fehler bei der Betrugsprävention und im Kundensupport eingeräumt und Verbesserungen angekündigt. Bild: Wolfgang Kumm/dpa

Lücken im Video-Ident

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