c't 11/2019
S. 20
Praxis
Bastelprojekte: Briefkastensensor mit LoRaWAN
Aufmacherbild

Brief-Fernmelder

Briefkastensensor mit hoher Reichweite

Ein vernetzter Füllstandsmelder für den Briefkasten ist praktisch, vor allem dann, wenn der Kasten weit entfernt von der eigenen Wohnung hängt. Oft ist er damit aber außer WLAN-Reichweite. Eine gute Gelegenheit, das IoT-Netz LoRaWAN in der Praxis zu verwenden.

Briefpost ist ein Fremdkörper im vernetzten Zuhause. Während immer mehr Haushaltsgeräte Statusmeldungen verschicken und den Benutzer über Ereignisse informieren, bleibt der Briefkasten stumm und wartet darauf, dass man ihn persönlich besucht. Je länger der Weg zum Kasten, desto dringlicher ist vielleicht der Wunsch nach einer vernetzten Lösung, die sich bei einem eingeworfenen Brief zum Beispiel per E-Mail oder Messenger meldet. Ein Eigenbauprojekt, das den Briefkastenstatus per LoRaWAN auch über hunderte Meter versendet, ist an einem Wochenende zusammengebaut und dient gleichzeitig als Beispiel für andere IoT-Sensor-Anwendungen. Die Nachrichten verschickt er über das Community-basierte Funknetzwerk The Things Network (TTN). Wie LoRaWAN und TTN im Detail funktionieren, haben wir in [1] erklärt. Voraussetzung für den Betrieb des Sensors ist ein TTN-Gateway in Reichweite und ein Account beim Netzwerk. Wenn Ihre Stadt noch nicht versorgt ist, sollten Sie sich noch etwas gedulden – ab Juni ist das erschwingliche LoRaWAN-Gateway „The Things Indoor Gateway“ für etwa 70 Euro verfügbar (siehe ct.de/y7yx). Damit decken Sie einen Radius von einigen hundert Metern problemlos ab.

Füllstand

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Ergänzungen & Berichtigungen

Arduino-Pin-Nummern im Schaltplan

Im Schaltplan auf Seite 22 sind außen am ATtiny die Pin-Nummern angegeben, im Rahmen stehen die zugehörigen Arduino-Pins. Die Arduino-Pins 8, 9 und 10 sind in der falschen Reihenfolge abgedruckt: ATtiny-Pin 2 entspricht Arduino-Pin 10, Pin 3 entspricht Arduino-Pin 9 und 5 entspricht Arduino-Pin 8.