c't 11/2019
S. 47
News
All-Roboter, Diagnose-KI

Würfel schwirren durch die ISS

Eine Astrobee-Drohne: Mit sechs Kameras, Mikrofon, Lautsprecher und Greifer kann die Boden-Crew Abläufe an Bord der ISS direkt beeinflussen. Bild: NASA

Zwei kubische, teilautonome Roboter sind Mitte April als neue Besatzungsmitglieder in der ISS angekommen, ein dritter soll folgen. Die 30 Zentimeter großen sogenannten Astrobees bewegen sich in der Schwerelosigkeit der Raumstation mit zwölf Richtungsdüsen, die durch innenliegende Propeller (Impeller) mit einem Luftstrom versorgt werden. Jeder Roboterwürfel ist mit sechs Kameras, Mikrofon und Lautsprecher, Touchscreen, Laserpointer und Signalleuchten ausgestattet. Abgeflachte Kanten und gummierte Ecken verringern das Verletzungsrisiko für die Astronauten, ebenso wie aufleuchtende Pfeile, die die Flugrichtung anzeigen.

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KI hört Trauma heraus

Psychologen haben beobachtet, dass Menschen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) auffällig sprechen. Sie reden oft emotionsloser, weniger klar artikuliert und mit blecherner Stimme. Ein Forscherteam um Charles Marmar an der New York University School of Medicine hat eine künstliche Intelligenz mit Sprachaufzeichnungen von amerikanischen Kriegsveteranen mit und ohne PTBS trainiert. Der KI-Sprachassistent konnte anschließend mit über 89 Prozent Genauigkeit PTBS-Erkrankte heraushören beziehungsweise Nicht-Erkrankte korrekt einschätzen.

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