c't 11/2019
S. 50
News
FMX 2019: visuelle Effekte

Freier Austausch

FMX 2019: die Rolle von Open Source im Filmgeschäft

Effekt-Studios arbeiten mit hochkomplexen Pipelines, um aufwendige 3D-Szenen zu animieren. Filmproduktion ist Team-Work und verlangt nach reibungslosem Datenaustausch – keine triviale Aufgabe, bei der Open-Source-Software eine entscheidende Rolle spielt.

Der Kurzfilm Spring entstand komplett in Blender und zeigt, was Open-Source-Software bei Animation und Effekten aktuell leisten kann.

Die FMX, Konferenz für Animation, Effekte und Games, zieht jährlich Größen der Branche rund um visuelle Effekte nach Stuttgart. Sie suchen Talente für kommende Filmproduktionen und berichten über ihre Arbeit an jüngst erschienenen Blockbustern. Dieses Jahr gewährte die FMX Einblick in die Animation von Chaos im Netz, Incredibles 2, The Lego Movie 2 und „Spider-Man: Into the Spider-Verse“ sowie in die Effekte von Alita, Aquaman, Fantastische Tierwesen, Game of Thrones, The Meg, Mortal Engines und die letzten Marvel- und Star-Wars-Filme.

Das Motto der FMX 2019 lautete „Bridging the Gap“. Die Filmbranche arbeitet mittlerweile international und dezentral: Die Produktionsfirma mag in Los Angeles sitzen, während die Filmaufnahmen in London entstehen und die digitalen Effekte auf Zulieferer in Kanada, den USA und Deutschland verteilt werden. Jedes Studio hat allerdings eine Effektpipeline, die historisch gewachsen, individuell angepasst und immer ein bisschen anders ist. Wenn die Studios 3D-Modelle samt Texturen und Einstellungen für Beleuchtung, Farb-Look sowie virtuelle Kamera austauschen wollen, beginnt es im Gebälk zu knirschen.

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