c't 12/2019
S. 154
Praxis
ESP-Projekt: Feinstaubmessung
Aufmacherbild

Staubfänger

Feinstaub- und Umweltdatenmessgerät mit ESP8266 aufbauen

luftdaten.info zeigt landesweit fast 5000 Sensoren, die regelmäßig den Feinstaub in der Luft erfassen und melden. Mit 70 Euro sind Sie mit einer eigenen Messstation dabei und können die Daten auch gleich selbst abschöpfen.

Was als Projekt des OK Lab Stuttgart vor vier Jahren begann, nämlich die Erfassung der Feinstaubbelastung mit kostengünstigen Sensoren, hat sich zu einem Selbstläufer entwickelt: Weltweit sind über 8000 Sensoren registriert, die regelmäßig Daten liefern, hierzulande immerhin über 4000. Mitmachen kann jeder, der bereit ist, die Bauteile zu kaufen, zusammenzubauen, dem fertigen Gerät einen WLAN-Zugang bereitzustellen und es bei luftdaten.info anzumelden.

Zusammenstöpseln

Kern des Selbstbauvorschlags des OK Lab ist ein ESP8266-Mikrocontroller, der den Feinstaubsensor SDS011 steuert und mit einem zweiten Sensor Temperatur sowie Luftfeuchte ermittelt. Weitere Sensoren erlauben auch das Erfassen des aktuellen Luftdrucks. Weiterhin ist für den Betrieb ein Micro-USB-Kabel nebst Netzteil notwendig. Das Ganze lässt sich mit bunten Jumper-Kabeln aufbauen. Perfektionisten werden für den Dauerbetrieb den Lötkolben zücken – so kriegen sie es später nicht mit dubiosen Fehlern zu tun, die auf Steckverbinder einwirkende Umwelteinflüsse zeitigen.

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Die Streuung der Messwerte lag bei unseren Exemplaren der Feinstaubsensoren jenseits der vom Hersteller angegebenen Toleranz.