c't 12/2019
S. 146
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Grafikkarten-Treiber
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Strahlen nach Zahlen

Was DirectX-Raytracing auf GeForce-GTX-Grafikkarten bringt

Fotorealistische 3D-Welten dank der Hype-Technik Raytracing: Mit aktuellen GeForce-Treibern können die nicht nur die Besitzer einer RTX-, sondern nun auch die vieler GeForce-GTX-Karten genießen. Wir zeigen, was Sie leistungsmäßig erwartet.

Raytracing gilt seit langem als der heilige Gral der Computergrafik, lassen sich damit doch virtuelle Welten erzeugen, die täuschend echt wirken [1]. Das Problem: Die Technik ist enorm rechenaufwendig. Früher war Raytracing daher nicht in PC-Spielen nutzbar und blieb teuren Produkt-Renderings oder Kinofilmen wie Toy Story vorbehalten.

Dann stellte Nvidia im Spätsommer 2018 seine Grafikkartenreihe RTX 2000 alias Turing vor. Dank eingebauter, sogenannter Raytracing-Kerne sollten sie jedem modernen PC zu Echtzeit-Raytracing verhelfen. Das Nvidia-Marketing bezeichnete DirectX Raytracing oder kurz DXR, welches die RT-Kerne bedienen, in der Folge als die größte Innovation seit 15 Jahren. Anfangs konnten, oder vielmehr durften nur die RTX-Karten mit ihren Raytracing-Schaltkreisen die raren DXR-Demos und -Spiele darstellen. Dabei fordert Microsofts Erweiterung der DirectX-API gar keine speziellen Schaltkreise. Mit der passenden Treiberunterstützung unter Windows 10 1809 kann jede DirectX-12-kompatible Grafikeinheit, also auch von AMD oder Intel, via State Objects in herkömmlichen Compute-Shadern DXR nutzen.

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Das chinesische Massive-Multiplayer-Spiel „Justice“ nutzt wie Battlefield V DirectX-Raytracing für besonders hübsche und korrekt dargestellte Reflexionen.