c't 12/2019
S. 8
Leserforum

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Wahlhelfer

Mit ein paar Klicks zum richtigen Kreuz bei der Europawahl, c’t 11/2019, S. 16

Hallo, zwei Portale könnte man noch ergänzen: Da Politiker ja bisweilen mit dem Spruch „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ agieren, vergleicht https://DeinWal.de nicht die Versprechungen von Politikern mit meiner Meinung, sondern das Abstimmungsverhalten bei bestimmten vergangenen Themen. Das finde ich sehr aufschlussreich, obschon wohl bedacht werden muss, dass es Oppositionsparteien eventuell leichter fallen könnte, bei ihrem Wahlprogramm zu bleiben. Aufgrund des Themas Klimaschutz ist www.klimawahl-2019.eu noch eine interessante Übersicht.

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Nicht existierende Probleme

Eine Übersicht über Messenger-Dienste und ihre Eignung als WhatsApp-Alternative, c’t 11/2019, S. 68

Die Leser sind sich uneins: Manche finden WhatsApp unproblematisch, andere halten es für unverzichtbar und wieder andere raten zum selbst programmierten Messenger.

Was solls – WA ist böse, aber niemand konnte bisher nachweisen, dass es irgendein reales Problem gibt: Die Verschlüsselung ist hervorragend. Das Konzept Mobiltelefonnummer funktioniert – es garantiert nämlich, dass man sich nicht mit Fake-Accounts unterhält. Privatsphäre – was ist das Problem genau? Dass das Einwohnermeldeamt meine Adressdaten verkauft, wenn ich dem nicht widerspreche? WA hat nur ’ne Telefonnummer von mir. Und mein Adressbuch, auf das WA Zugriff hat, kennt neben den Nummern nur einen Vornamen, gelegentlich noch einen Nicknamen.

Die Alternativen machen nichts grundsätzlich besser! Für WA spricht aber genau eines – die Verbreitung!

Einheizgreis F

Selektive Wahrnehmung

Wenn die Trainingsgruppe schon einen WhatsApp-Chat hat und man selber nur per SMS erreichbar ist, kriegt man halt öfter Verlegungen nicht mit. Da werden alle anderen aber nicht den Messenger wechseln. Teilweise nutzen ja sogar Leute intensiv WhatsApp, die meinen, Facebook sei doch Teufelszeug. Selektive Wahrnehmung. Ich habe jetzt notgedrungen WhatsApp installiert, allerdings den Zugriff auf die Kontakte verweigert, um nicht dauernd bei Trainingsausfällen außen vor zu sein.

Bei meiner Freundin haben wir WhatsApp in einem separaten User mit leerem Adressbuch installiert (geht bei Motorola-Handys zum Glück einigermaßen einfach) und sie muss dann zwischen dem Haupt-User und dem WhatsApp-User manuell wechseln.

cb12345 F

Line ignoriert

Wieso ignorieren Sie seit Jahren beharrlich den Line Messenger, der als Einziger einen prima Companion für Windows und macOS hat? Mit Line gibt man nicht automatisch seine Telefonnummer preis, der Account ist nicht an die Nummer gekoppelt und Kontakte werden bei entsprechender Verneinung der Suche nach Freunden auch nicht auf den Server hochgeladen. Und man wird dann auch nicht über die eigene Telefonnummer gefunden.

Peter Heberer B

Wir haben Line nicht berücksichtigt, weil es in Europa kaum benutzt wird, sondern überwiegend in Asien.

Selbst programmieren!

Grundlagen sicherer privater Kommunikation, c’t 11/2019, S. 80

Liest man den Artikel „Daten in Sicherheit“, so kommt man unweigerlich zu dem Schluss: Der einzig wirklich vertrauenswürdige Messenger ist der, dessen Server man selbst betreibt und dessen Code man selbst geschrieben hat. Insofern fehlt beim Vergleichstest „Harter Wettbewerb“ ein wichtiger Kandidat: Die Entwicklungsumgebung „Android Studio“ (und das entsprechende Gegenstück von Apple) als Basis für die Erstellung eines eigenen Messengers.

Zu meiner Zeit als Schüler in den 80ern haben wir uns in unserer Freizeit mit dem Commodore 64 beschäftigt. Mit den richtigen Speicheradressen haben wir ihm Töne und Sprites entlockt oder wir haben in Basic programmiert. Die Erwachsenen hatten keine Ahnung, was wir da machen.

So ist es doch nur logisch, dass die heute aufwachsenden Schüler in ihrer Freizeit einen eigenen Messenger programmieren. Bei unverdächtiger Namensgebung sowie Tarnung der eigentlichen Funktionalität ist für die Erwachsenen gar nicht erkennbar, dass sich überhaupt ein Messenger auf dem Smartphone befindet. Oder erwarte ich zu viel von der Generation „Digital Natives“?

Daniel Rehbein B

Andersrum

Briefkastensensor mit hoher Reichweite, c’t 11/2019, S. 20

Zu unseren Bastelprojekten mit Raspi, ESP und ATtiny gab es reichlich Input und Fragen.

Anders als in der Zeichnung würde ich den Sensor lieber auf der gegenüberliegenden Seite unterhalb vom Einwurfschlitz anbringen. So ist er besser vor Abreißen oder gar Zerstörung geschützt, wenn der Postbote die c’t mit Schmackes durch den Schlitz steckt.

tobias.x F

Wo gibts das Gateway?

Sie kommen genau zum richtigen Zeitpunkt mit einem LoRaWAN-Projekt, denn ich würde mir gerne ein Wetterhaus einrichten. Es soll mit Photovoltaik ausgestattet in einem Schrebergarten am Rhein stehen, weit weg von Strom und WLAN. Haben Sie eine Bezugsquelle für Privatpersonen für das LoRaWAN-Gateway?

Michael Jöster B

Aktuell verhandelt The Things Network (TTN) noch mit Vertriebspartnern, die auch an Privatpersonen liefern. Bis Anfang Juni soll es einen Lieferanten geben.

Schwerer Fehler

Booklet: Ein Jahr DSGVO, c’t 11/2019, S. 1

Die DSGVO ist wenig durchdacht. Statt das Recht auf Löschung meiner Daten hätte die DSGVO das Recht auf „Neutralstellung“ meiner Daten beinhalten müssen. Nehmen wir an, ich hätte einen negativen Schufa-Score. Nun beantrage ich einfach bei der Schufa die Löschung meiner Daten. Jetzt erhält mein neuer Kreditgeber bei der Schufa folgende Auskunft: „Es ist kein Eintrag vorhanden“. Das bedeutet aber einen negativen Eintrag, denn normalerweise hat jeder einen Score bei der Schufa. Also ist das Fehlen von Daten über mich auch ein Datensatz! Das wird in der DSGVO aber nicht berücksichtigt.

J. von Roos B

Unnötiger Aufwand

Notoperation am elektronischen Anwaltspostfach, c’t 11/2019, S. 59

Letztlich geht es doch „nur“ darum, Dokumente und Daten mit nachweisbaren Zeitstempeln, authentifiziert, integritätsgesichert und vertraulich (verschlüsselt) auszutauschen. Für genau diesen Zweck wurde im deutschen Gesundheitswesen mit fast schon epochalem Aufwand die Telematik-Infrastruktur entwickelt und wird jetzt mit genau solchem Aufwand eingeführt, wie ich gerade auch in meiner eigenen Praxis erleben „darf“.

Mir ist völlig klar, dass die Detailanforderungen in beiden Bereichen verschieden sind, aber der große oben skizzierte Rahmen ist doch der Gleiche. Warum können nicht Juristen und Mediziner zumindest die gleiche Hardware und die gleichen Sicherheitsprotokolle zur Errichtung ihrer jeweiligen sicheren Infrastruktur nutzen? Selbst mit Anpassung der Grundkomponenten auf die jeweiligen Spezialbedürfnisse dürfte das noch erheblich zur Kostenreduktion und vielleicht auch Nutzbarkeit in beiden Sektoren beitragen.

Name ist der Redaktion bekannt

Offen ist besser

Sind teure In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth wirklich besser als günstige?, c’t 11/2019, S. 108

Ganz besonders freut mich, dass Sie darauf eingegangen sind, dass die In-Ear-typische Abschottung durchaus störend sein kann. Ich selbst fühle mich nämlich äußerst unwohl beim Tragen „dichter“ In-Ears und habe mich schon länger gefragt, ob ich der einzige bin, den das stört. Ich hoffe sehr, dass jemand in der richtigen Position bei einem Kopfhörer-Hersteller diesen Artikel liest und die AirPods nicht die einzigen „offenen“ true wireless Kopfhörer bleiben. Falls sich der Markt dahingehend ändert, würde ich mich freuen, darüber in c’t zu lesen.

Justus Rödel B

Ergänzungen & Berichtigungen

Arduino-Pin-Nummern im Schaltplan

Brief-Fernmelder, Briefkastensensor mit hoher Reichweite, c’t 11/2019, S. 20

Im Schaltplan auf Seite 22 sind außen am ATtiny die Pin-Nummern angegeben, im Rahmen stehen die zugehörigen Arduino-Pins. Die Arduino-Pins 8, 9 und 10 sind in der falschen Reihenfolge abgedruckt: ATtiny-Pin 2 entspricht Arduino-Pin 10, Pin 3 entspricht Arduino-Pin 9 und 5 entspricht Arduino-Pin 8.

Teileliste für den Aktivlautsprecher

Aktivlautsprecher mit Klangkorrektur, c’t 11/2019, S. 24

Die Zellen für die Akku-Platine haben das Format 18650 und nicht 80650. Die Bauteile und deren Circa-Preise: Treiber Tectonic BMR65-8 (25 Euro), DSP-Board Wondom TPA250 DSP (45 Euro), Wondom Programmer ICP1 (20 Euro), Holzzuschnitt (25 bis 40 Euro), Dämmwatte (15 Euro), Anschlussterminals (25 Euro).

Falscher Widerstand

PCs mit dem ESP8266 per WLAN einschalten, ausschalten und neustarten, c’t 11/2019, S. 30

R1 und R2 müssen einen Widerstand von 110 bis 220 Ohm statt der angegebenen 43 Ohm haben.

Emojis und Videos in Threema

Sieben Messenger gegen WhatsApp, c’t 11/2019, S. 72

Anders als in der Tabelle vermerkt kann Threema Emojis versenden. Eine Schaltfläche in der Android-App verspricht zwar den Versand von Videoclips, ermöglicht aber nur den allgemeinen Dateiversand oder alternativ den Start eines Camcordes, mit dem man einen Videoclip auf dem Gerät speichern und später genauso wie andere Dateien auch verschicken kann.

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Anonyme Hinweise https://heise.de/investigativ

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