c't 13/2019
S. 158
Spielekritik
Egoshooter
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Mutantenschießbude

Rage 2: Spektakulärer Shooter in hübscher, aber leerer Spielwelt

Avalanche Studios und id Software inszenieren einen brachialen Action-Ritt durch die Postapokalypse, bei dem die Spieler nie nach dem Sinn des ganzen Spektakels fragen sollten.

Mit einem mächtigen Faustangriff die Gegner an die Wand klatschen, mit Vollgas durch die Einöde brettern oder mit dem Raketenwerfer Riesenmutanten in Stücke sprengen – Rage 2 macht keine halben Sachen. Glaubt man den Entwicklern Avalanche und id Software, wird die Postapokalypse ein riesiger Abenteuerspielplatz: In einem wilden Mix aus Borderlands, Far Cry und Doom widersetzt sich das Spiel der Logik, den Gesetzen der Physik und dem guten Geschmack. Spaß macht es trotzdem.

Als Ranger nimmt es der Spieler mit einem verrückten General auf, der mit seiner Armee die Endzeit-Idylle unterjochen will. Dazu verbündet man sich mit altgedienten Rebellen, zerlegt zahlreiche Mutanten in ihre einzelnen Körperteile und tritt in einer tödlichen TV-Show auf. Dazwischen gilt es noch, ein paar Banditen zu erledigen und irgendwann steht dann auch schon das große Finale bevor. Danach ist aber noch nicht Schluss – schließlich gilt es, eine große, offene Welt nach Waffen und Gadgets abzusuchen oder Kopfgelder einzutreiben.

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