c't 13/2019
S. 116
Marktübersicht
VR-Headsets
Aufmacherbild

Brillenschwemme

Wegweiser durch den PC-VR-Headset-Dschungel

Oculus Rift und HTC Vive als alleinige Herrscher über die VR-Welt: Das war einmal. Inzwischen locken dutzende Headsets mit immer höheren Auflösungen. Doch Pixel sind nicht alles.

Fast 20 unterschiedliche VR-Headsets zum Anschluss an den PC buhlen zurzeit um Käufer oder stehen in den Startlöchern; gerade bekam zum Beispiel die bereits drei Jahre alte Oculus Rift mit der Rift S eine Nachfolgerin, außerdem bringt der Spielehersteller und Steam-Plattformbetreiber Valve im Sommer seine erste Brille („Index“) auf den Markt. Das nehmen wir zum Anlass, die unübersichtliche Marktsituation ein wenig aufzudröseln.

Bislang waren PC-VR-Brillen mangels ernsthafter Konkurrenz alle ungefähr in der gleichen Qualitäts- und Preisliga unterwegs, nun gibt es eine Dreiteilung: Mainstream-Headsets zwischen 250 und 600 Euro, Enthusiasten-Geräte für um die 1000 Euro und Profi-Brillen für mehrere tausend Euro. Hier sind die Unterscheidungsmerkmale vor allem Auflösung und Sichtfeld. Letzteres, auch FoV (Field of View) genannt, entscheidet darüber, ob man die virtuelle Welt wie durch ein Fernglas mit viel schwarzem Rand drumrum wahrnimmt, oder eben fast wie in der echten Welt. Will man ein großes Sichtfeld, benötigt man zurzeit auch große Displays und Linsen, außerdem eine hohe Auflösung. Und das frisst viel Leistung: Um beispielsweise die Pimax mit 2560 × 1440 Pixeln zu versorgen, ist mindestens eine Grafikkarte der GTX2070-Kategorie erforderlich.

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