c't 13/2019
S. 59
News
PDF- und Bildbearbeitung

Automatische PDF-Korrektur

Problematische komplexe Grafiken im PDF lassen sich mit PitStop Pro auswählen und rastern; der restliche Seiteninhalt bleibt unverändert.

Die PDF-Preflight- und -Bearbeitungssoftware Enfocus PitStop behebt in Druckvorlagen typische Fehler, die später in der Produktion teuer kommen oder die Qualität beeinträchtigen. PitStop erkennt etwa, wenn eingebettete Bilder in zu niedriger Auflösung oder im RGB-Farbraum vorliegen und konvertiert sie gegebenenfalls nach CMYK. Für am Seitenrand platzierte Vektor- und Rasterobjekte wird geprüft, ob sie weit genug überstehen, um weiße Blitzer zu vermeiden: Ist dies nicht der Fall, legt die Software verborgene Bildteile frei oder ergänzt fehlende Millimeter durch Spiegelung. Auch fehlende Schriften können automatisch nachträglich eingebettet werden.

In der neuen Version 2019 lassen sich problematische, allzu komplexe Vektorgrafikobjekte auswählen und rastern, wobei die übrigen Objekte wie Schriften und einfachere Grafiken als solche erhalten bleiben. Außerdem fahndet PitStop nach schwarz wirkenden Farbtönen – die häufig als CMYK-Mischton angelegt sind – und konvertiert diese auf Wunsch automatisch in reines Schwarz, sodass kostensparend gedruckt werden kann. PitStop Pro kostet als Acrobat-Plug-in für Windows oder macOS 832 Euro. Darüber hinaus gibt es eine eigenständige Server-Version mit überwachten Ordnern und Kommandozeilensteuerung sowie ein SDK für die Systemintegration. (atr@ct.de)

KI-Optimierung für Fotos

Weil die maschinell trainierte Autokorrektur des Foto-Entwicklers Luminar den Geschmack vieler Fotografen nicht traf, hat Hersteller Skylum jetzt nachgebessert: Mit dem Update auf Version 3.1 installiert sich ein renoviertes Accent-AI-Modul zur Fotokorrektur, das realistischere Ergebnisse liefern soll. Der Accent-AI-Regler optimiert diverse Parameter wie Belichtung, Kontrast, Farbgebung, Schärfe und Mikrokontraste. Personen im Bild werden getrennt vom Hintergrund behandelt, extreme Kontraste ausgeglichen. Die vorgeschaltete Personen- und Gesichtserkennung dient insbesondere dazu, die sensiblen Hauttöne selektiv und vergleichsweise schonend zu behandeln. Stuft der Algorithmus ein Foto als nahezu perfekt ein, so greift Accent AI nach Angaben des Herstellers nur marginal ein oder belässt es in seinem Originalzustand.

Darüber hinaus sollen sich manuell erzielte Einstellungen und Looks komfortabler auf mehrere Fotos übertragen lassen; das Handling von Raw+JPEG-Paaren wurde ebenfalls vereinfacht. Beim Sortieren ordnet Luminar die Fotos jetzt nicht nur nach der gewählten Kategorie, sondern zusätzlich nach Datum.Das Update auf Version 3.1 ist kostenlos, bei Neukauf werden 70 Euro fällig. (atr@ct.de)

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