c't 13/2019
S. 58
News
VR-pay:Me
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Bild: Martin Schutt/dpa

E-Genossen

Genossenschaftsbanken bieten mobiles Zahlsystem für Girocards an

Die Volks- und Raiffeisenbanken gehen auf dem elektronischen Bezahlmarkt in die Offensive – sowohl bei Händlern mit VR-pay:Me als auch bei Verbrauchern mit Echtzeitüberweisungen.

Mit VR-pay:Me starten die genossenschaftlichen Banken in Deutschland ab Juli 2019 einen eigenen Dienst für mobile Bezahlterminals (Mobile Points of Sale, mPOS). Er richtet sich vor allem an kleine Händler, für die eine Investition in eine feste Kassenhardware unverhältnismäßig teuer wäre oder die etwa im ambulanten Handel tätig sind. Der Händler muss lediglich das mobile Terminal bestellen und die zugehörige App auf einem Tablet oder Smartphone installieren. Die Verarbeitung der Zahlung übernimmt der Zahlungsdienstleister VR Payment, der zur genossenschaftlichen DZ Bank Gruppe gehört. Die App lässt sich bereits herunterladen, derzeit läuft VR-pay:Me aber noch in einer Pilotphase.

Punkten soll VR-pay:Me gegenüber den Wettbewerbern iZettle, SumUp und Concardis/OptiPay, indem es die üblichen Girocards deutscher Banken direkt einbindet. Der für Händler teurere Umweg über die Debitcard-Systeme Maestro oder V Pay entfällt. Hat ein Händler also vor allem Girocard-Kunden, kann er Geld sparen. Wie bei den drei Konkurrenten akzeptieren mPOS und App von VR-pay:Me aber auch Maestro und V Pay sowie die Kreditkarten von Visa, Mastercard und weiterer Anbieter. American Express fehlt derzeit.

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