c't 13/2019
S. 55
News
Entwickler

Code-Hosting: GitHub und GitLab bauen an

Den Markt für Code-Hosting-Plattformen teilen nahezu zwei Unternehmen unter sich auf: GitHub und GitLab. Beide haben neue Funktionen vorgestellt, die über das reine Code-Hosting hinausgehen.

GitHub hat Dependabot integriert: Entwickler können automatisch Pull-Requests bekommen, wenn Abhängigkeiten aktualisiert werden sollten.

Bei GitHub gibt es zukünftig Paket-Registrys für RubyGems, NuGet, Maven und Docker, integriert in die bekannte Oberfläche. Außerdem baut das Unternehmen die Sicherheitsfunktionen aus – wer Lücken findet, kann diese unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Entwicklern diskutieren. Neuerdings kann die Plattform eingebundene Abhängigkeiten auf bekannte Lücken untersuchen und automatisch Pull-Requests anlegen. Für Open-Source-Projekte werden all diese Funktionen kostenlos sein, aktuell läuft eine geschlossene Beta-Phase. Open-Source-Projekte soll man zukünftig mit der Funktion „GitHub Sponsors“ auch finanziell über einen integrierten Spenden-Button unterstützen können.

Anders als bei GitHub ist bei GitLab auch der Code der Plattform selbst Open Source und kann kostenlos auch auf dem eigenen Server betrieben werden. Mit der neuen Version 11.11 lernt GitLab CI, auch Windows-Container für den Build-Vorgang zu nutzen, um Windows-Anwendungen zu kompilieren. Bei beiden Anbietern ist damit ein Trend erkennbar: Um Entwickler von ihrer Lösung zu überzeugen, bauen sie Komplettlösungen, die vom Code-Hosting über CI/CD bis zum sicheren Betrieb reichen, und wildern damit auch im Geschäftsbereich von Unternehmen, die rundherum entstanden sind – wie zum Beispiel npm oder Travis. (jam@ct.de)

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