c't 13/2019
S. 52
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30 Jahre RIPE

Der Internetadress-Zuteiler will kein Routing-Polizist sein

Kein Internet ohne IP-Adressen: Deren Zuteilung ist in Europa Aufgabe des Registrars RIPE. Er wehrt sich aktuell gegen Bestrebungen, für polizeiliche Dienstleistungen und indirekte Zensur eingespannt zu werden.

Peter Koch vom DENIC warnte auf dem RIPE-78-Treffen vor „Missbrauch des Identifier-Systems zur Inhalte- oder Verhaltenskontrolle“.

Am 22. Mai 1989 traf sich erstmals ein Trupp europäischer Netzwerker, um sich darüber zu verständigen, wie man IP-Netze aufbaut und an IP-Adressen kommt. „Als Arbeitstitel der Aktivitäten des Treffens wurde der Name RIPE (Réseaux IP Européen) vereinbart“, heißt es im Protokoll (siehe ct.de/ygx3). 30 Jahre später diskutierten rund 800 RIPE-Mitglieder beim 78. Treffen in Reykjavik über die Rolle und Zukunft der Organisation.

1989 mussten die 14 Gründer, die das europäische Internet voranbringen wollten, für ihren Adressraum noch in den USA anklopfen. Erst mit der Einrichtung des Network Coordination Center (NCC) 1992 konnten sie selbst IPv4-Adressblöcke vergeben, als erste der heute fünf regionalen IP-Adress-Registries.

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