c't 13/2019
S. 45
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Modulare Gigabit-Switches

Der Gigabit-Switch KTI KGS-2422 lässt sich nach Wunsch mit unterschiedlich bestückten Portmodulen ausrüsten.

Netzwerk-Admins können den konfigurierbaren Gigabit-Switch KGS-2422 nach Bedarf mit drei 8-Port-Modulen ausrüsten. Die Module gibt es in neun unterschiedlich bestückten Varianten mit RJ45 für Kupferkabel oder SFP-Slots für Glasfasermodule. Bei der Variante KGS-2422-TG stellen zwei zusätzliche SFP+-Slots einen 10-Gigabit/s-Uplink her.

Die Konfiguration der Switches läuft wahlweise über verschiedene Schnittstellen: Browser, Telnet/SSH, SNMP, RS-232-Terminal. Außer den erwartbaren Layer-2-Funktionen wie etwa VLAN/QoS, IGMP, (R)STP und Link Aggregation erledigen die Geräte auch Layer-3-Features wie Dual-Stack-Routing und IPv4-Multicast.

Die Switch-Chassis kosten rund 1070 Euro (KGS-2422) beziehungsweise 1450 Euro (KGS-2422-TG). Für die Portmodule muss man zwischen 220 und 1020 Euro anlegen. Die Chassis sind auch als gleichspannungsversorgte Variante (40–72 Volt) zu haben. (ea@ct.de)

Kabel-Fritzbox mit Wi-Fi 6 und Multigigabit-LAN

AVMs Fritzbox 6660 holt bis zu 6 GBit/s im Downstream aus dem TV-Kabel und gibt sie per NBase-T oder Wi-Fi 6 weiter.

Anlässlich der Fachmesse Angacom hat AVM die erste Fritzbox angekündigt, die auf dem LAN-Kabel die Gigabit-Grenze durchbricht: Das Modell 6660 Cable hat neben vier klassischen Gigabit-Ethernet-Ports einen NBase-T-Port für 2,5 GBit/s an Bord. Zwar wären bei NBase-T maximal 10 GBit/s möglich, aber schon die kleine Stufe soll laut AVM für die mittelfristig zu erwartenden Tarife der Kabelprovider genügen.

Ebenfalls ein Novum: Die Fritzbox 6660 Cable bekommt das neue WLAN Wi-Fi 6 alias IEEE 802.11ax. Für jedes Band sind zwei Antennen integriert, sodass sich eine maximale Bruttodatenrate von 600 MBit/s bei 2,4 GHz ergibt. Im 5-GHz-Band kommt die Box bis auf 2400 MBit/s hoch, aber erst mit der erweiterten Funkkanalbreite von 160 MHz. Letztere bringt praktisch nur in unmittelbarer Nähe des Routers einen echten Mehrwert, falls die Clients sie überhaupt nutzen können.

Die 6660er-Box holt das Internet per DOCSIS 3.0/3.1 ins Haus: Ihr Kabelmodem bündelt bis zu 32 Downstream- und bis zu 8 Upstream-Träger, was auf maximal 6 GBit/s Downstream- und bis zu 1 GBit/s Upstream-Rate hinausläuft. Für die Telefonie hat der Hersteller einen analogen Port, eine DECT-Basis für Schnurlostelefone und den üblichen VoIP-Server für IP-Telefone in LAN und WLAN eingebaut. Die Fritzbox 6660 Cable soll in der zweiten Jahreshälfte erhältlich sein, ihr Preis ist noch offen. (amo@ct.de)

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