c't 13/2019
S. 47
News
Alexa Guard

Alexa, pass auf!

Alarmierung bei Einbrüchen ist eines der Hauptmotive für die Anschaffung von Smart-Home-Geräten. Amazon liefert nun in den USA – und demnächst auch hierzulande – eine passende Funktion für seine vernetzten Echo-Lautsprecher nach: Alexa Guard.

In der deutschen Alexa-App fanden einige Nutzer schon eine Ankündigung für Alexa Guard.

Eigentlich sind Amazons vernetzte Echo-Lautsprecher prädestiniert dafür, die Wohnung zu überwachen, denn sie horchen permanent mit Fernfeld-Mikrofonen bis in die letzten Ecken von Wohnräumen, um das ausgesprochene Aktivierungswort „Alexa“ zu erfassen. Tatsächlich lässt sich die Technik mit der jüngst in den USA per kostenlosem Update nachgelieferten und für den deutschen Markt angekündigten Funktion Alexa Guard so nutzen, dass der Smart Speaker die Wohnung bei Abwesenheit überwacht.

Der Guard wird einmalig über die Alexa-App aktiviert und bei Verlassen der Wohnung (in den USA) mit dem Zuruf „Alexa, I’m leaving“ scharf geschaltet. Daraufhin sendet der Echo bis zur Deaktivierung Benachrichtigungen auf das Smartphone des Nutzers, wenn er Geräusche vernimmt, die er als Glasbruch oder Feueralarm interpretiert. Weiterhin fertigt er jeweils zehnsekündige Audioclips der betreffenden Ereignisse an, die ebenfalls über das Smartphone abrufbar sind.

Kann der Nutzer damit die Ursache des Geräuschs nicht klären, hat er die Möglichkeit, das im Lautsprecher integrierte Mikrofon live anzuzapfen und das Geschehen in der Wohnung zu belauschen. Beim Echo Show und Echo Spot mit eingebauter Kamera kann er sich auch einen Video-Feed live auf dem Mobilgerät anzeigen lassen. Ebenso soll es möglich sein, über einen Rückkanal mit einem Eindringling zu sprechen. Diese Funktionen kennt man von smarten Überwachungskameras.

Amazon selbst merkt an, dass Alexa Guard kein Ersatz für ein vollwertiges Alarmsystem ist – schon weil sich die Polizei nicht automatisch alarmieren lasse. Kombiniert wurde das Update in den USA mit einer zeitgesteuerten Anwesenheitssimulation für gekoppelte vernetzte Leuchtmittel wie Philips Hue.

Laut Amazon ist Alexa Guard auf allen Generationen des Echo (inklusive Dot und Plus) und des Echo Show sowie für den Echo Spot und den Echo Input nutzbar. Ausgeschlossen sind lediglich der Echo Sub (hat kein Mikrofon) und der in Deutschland noch nicht erhältliche Echo Auto. Gerade in Fahrzeugen hätten sich manche Kunden die Funktion aber wohl durchaus gewünscht. Doch das Modul hat keinen Internetzugang ohne das Handy des Nutzers. (nij@ct.de)

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