c't 14/2019
S. 80
Test
4K-Gaming-Display mit 144 Hz
Aufmacherbild

Wenn-Dann-Spieler

Gaming-Display Acer Nitro XV273K mit 4K und HDR

Acers 27-Zöller kombiniert vieles, was sich anspruchsvolle Gamer wünschen, und steht obendrein auf Nvidias G-Sync-Compatible-Liste. Farbdarstellung und Spieletauglichkeit sind gut, doch zwingt Acer einem ein paar unangenehme Entscheidungen auf.

Bei den Eckdaten von Acers Nitro XV273K können Gamer ins Schwärmen geraten: ein 4K-Monitor mit großem Farbraum und HDR-Fähigkeiten, 144 Hertz und FreeSync. Außerdem gehört er zu den wenigen G-Sync-kompatiblen Geräten und wird deshalb von aktuellen GeForce-Treibern mit variablen Bildwiederholraten versorgt. Dazu kommen ein dynamischer, aber unaufdringlicher Look mit ein paar LEDs fürs Ambiente, Lautsprecher, viele Anschlüsse, eine optionale Lichtschutzblende und solide Mechanik – es klingt wie ein Traumdisplay für Gamer, die in hoher Auflösung spielen wollen, ohne sich auf AMD oder Nvidia festlegen zu müssen. Mit 1000 Euro ist der Nitro XV273K zwar nicht billig, aber deutlich günstiger als die Gaming-Luxusklasse [1].

Spiele setzt er dank satter Farben hübsch in Szene, speziell sein Rot überzeugt. Grün bleibt etwas hinter den Möglichkeiten des Farbraums DCI-P3 zurück. Das passt zu seiner HDR-Stufe DisplayHDR 400, die nur den kleineren Farbraum sRGB und eine Spitzenhelligkeit von 400 cd/m2 vorschreibt. Die übertrifft der Nitro mit 470 cd/m2 locker. Der mittlere Kontrast von 980:1 liegt im üblichen Rahmen, die Leuchtdichteverteilung geht noch in Ordnung – dass das IPS-Panel in der Mitte 20 Prozent heller strahlt als an den Rändern, fällt in Spielen nicht auf. In dunklen Szenen störte aber, dass das Testgerät in der oberen rechten Ecke statt Schwarz nur Hellgrau zeigte. Die Farben bleiben stabil, doch die Helligkeit nimmt bei seitlicher Draufsicht recht früh ab – für einen 1000-Euro-Monitor ein mittelmäßiges Ergebnis.

Kommentieren