c't 14/2019
S. 30
Praxis
Sicher unterwegs: WireGuard-Zugänge nutzen
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Geschützter Verkehr

Tipps fürs Unterwegssein mit WireGuard

Ein Virtual Private Network (VPN) schützt den Datenverkehr von Smartphone oder Computer, indem es Daten in einem Tunnel verschlüsselt überträgt. Damit kann man offene WLAN-Hotspots ohne Abhörgefahr nutzen. Mit der neuen Technik WireGuard geht das besser und einfacher denn je.

WireGuard als VPN-Technik ist cool: Verbindungen überleben Roaming, also den Wechsel eines Peers (Clients) zwischen Mobilfunknetz und WLAN, ohne dass Anwender oder Anwendungen das spüren. Das Einrichten eines WireGuard-Zugangs fällt obendrein sehr leicht, weil eine 300 Zeichen große Konfigurationsdatei genügt. Die nötige Software gibt es mittlerweile für alle gängigen Desktop- und Mobilbetriebssysteme. Für wenige Euro pro Monat bieten die einschlägigen VPN-Provider Zugänge an.

Aber: WireGuard ist noch in der Entwicklung. Die Entwickler raten sogar davon ab, sich auf den Code zu verlassen. Andererseits: Die kryptografischen Verfahren sind im Detail beschrieben und gelten als sicher, die Software wird offen entwickelt und regelmäßig kommen neue Versionen heraus. Nicht nur aus unserer Sicht eignet sich WireGuard deshalb gut, um andernfalls ungeschützt durch öffentliche Netze fließende Daten vor den Blicken Dritter zu verbergen. Absolute Sicherheit verspricht WireGuard noch nicht.

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