c't 15/2019
S. 134
Praxis
Videobearbeitung
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Strategiespiel

Wie man Videos aus unterschiedlichen Quellen optimal zu einem vorzeigbaren Film zusammenbringt

Video-Clips von Drohne, Handy, Actioncam oder DSLR zu kombinieren, die mit verschiedenen Daten- und Bildwiederholraten oder abweichenden Auflösungen aufwarten … das leistet jedes Schnittprogramm. Doch das Ergebnis sieht wegen seiner Schattenseiten oft wenig begeisternd aus. Besser klappt das mit der optimalen Vorgehensweise für Aufnahme und Nachbearbeitung.

Viele Videos bestehen aus Quellmaterial, das nicht nur von einer Kamera stammt: Zur videofähigen DSLR gesellen sich Actioncam und Smartphone, Kompaktknipse mit Videofunktion und vielleicht noch eine Drohne. Sie alle zeichnen Videos auf – doch dass Auflösung, Bildwiederholfrequenz, Dateiformat, Videocodec und die Datenrate identisch sind oder wenigstens problemlos miteinander harmonieren, sollte niemand erwarten. Wozu auch, wird so mancher Videoamateur sagen: Die allermeisten Schnittprogramme schneiden doch sogar die abenteuerlichsten Clip-Kombination anstandslos zusammen.

Stimmt so nicht, sagen wir. Denn selbst wenn das Schnittprogramm stundenlang rechnet, kommt am Ende oft nur ein vergleichsweise schlechtes Ergebnis zustande – etwa mit ruckeligen Bewegungen oder unterschiedlichen Farben der gleichen Szenerie. Nur solange man sich das auf einem kleinen Smartphone-Display anschaut, fällt die geringe Qualität kaum auf. Doch schon in der Vollansicht des Rechnermonitors und erst recht auf dem Fernseher merkt auch der wenig anspruchsvolle Zuschauer, dass viele Szenen farblich überhaupt nicht zusammenpassen. Besonders bei Aufnahmen, in denen Leuchtstoffröhren die Szenerie erhellen, tritt oft ein nerviges Flackern auf; zudem laufen einige Clips nur ruckelig ab.

Wer solche ärgerlichen Effekte vermeiden will, stimmt am besten bereits beim Filmen die wichtigsten Parameter der Kameras aufeinander ab. Falls das nicht möglich war, gibts zur Not einige Tricks, mit der sich die Szenen auch erst beim Schnitt angleichen lassen. Dabei gilt aber eine Regel: Je weniger man per Software nachträglich korrigiert, desto höher bleibt die erzielbare Bildqualität.

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