c't 15/2019
S. 110
Test
WLAN für draußen
Aufmacherbild
Bild: Albert Hulm

Netz im Grünen

WLAN-Access-Points für den Außeneinsatz

Selten steht der Router so, dass man auch im Garten Videos flüssig schauen kann. Eine wetterfeste WLAN-Basis an der Hauswand bringt das Internet flott nach draußen. Wir haben fünf moderne Outdoor-APs getestet: Der Spaß fängt schon bei 50 Euro an.

Wen es im Hochsommer auf den schattigen Innenhof zieht, der möchte auch dort einen hinreichend flotten Netzzugang haben, sei es für Podcasts, Musik- oder Videostreaming. Das Umschwenken des Tablets oder Smartphones vom heimischen WLAN auf die Mobilfunkverbindung vermeidet man lieber, weil dann der Zugang zum NAS mit den Filmvorräten wegfällt.

Meist steht der Router aber so im Haus, dass von seinem WLAN kaum etwas bis gar nichts draußen ankommt. Mit Glück können Sie die Situation schon durch etwas Drehen oder Verschieben des Routers verbessern. Genügt das nicht, probieren Sie es mit einem WLAN-Repeater, den Sie ins Fenster zum Garten stellen; falls Sie ein Mesh-WLAN-System betreiben, kommt ein zusätzlicher Mesh-Node auf die Fensterbank. Okay, das dehnt den regulatorischen Rahmen etwas (siehe „Funkbedingungen für Outdoor-WLAN“ weiter hinten), ist aber mit wenig Aufwand verbunden. Leider kann dann immer noch die wärmehemmende Metallbedampfung der Fensterscheibe auch das WLAN-Signal hemmen.

Die optimale Funkversorgung bringt deshalb erst eine WLAN-Basis außen an der Hauswand. Das macht zwar einmal Mühe beim Verlegen des nötigen LAN-Kabels und Anbringen an die Wand, aber danach viel mehr Streamingspaß.

Wir haben fünf moderne Outdoor-Access-Points bis 100 Euro getestet, die in den beiden Funkbändern 2,4 und 5 GHz gleichzeitig arbeiten und aktuelles WLAN bieten (Wifi 4 und Wifi 5 alias IEEE 802.11n und 11ac): Grandstream GWN7600LR, IC Intracom Intellinet AC600, Mikrotik wAP ac, TP-Link EAP225-Outdoor und Ubiquiti AC Mesh.

Von Single-Band-APs raten wir ab: Moderne Smartphones, Tablets und Notebooks können in beiden Bändern funken und so dem Gedränge auf dem im städtischen Raum längst überfüllten 2,4-GHz-Band ausweichen. Lassen Sie also für optimale WLAN-Performance die Dual-Band-Option nicht ungenutzt.

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